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Streiks bei real,-

Streiks bei real,-

Berlin, 12. Juli 2018
Nr. 122
Landesbezirk Berlin-Brandenburg
www.bb-verdi.de


P R E S S E I N F O R M A T I O N

 


ver.di ruft die Beschäftigten der Realhäuser in Berlin und Brandenburg am Freitag, den 13.07.2018 ganztägig zu einem Streik auf.
Die Streikenden treffen sich ab 10:00 Uhr zu einer Streikkundgebung gegenüber der Filiale Real Neukölln, Karl-Marx-Str. 231, 12055 Berlin. ver.di erwartet mehr als 100 Streikteilnehmende.

„Tarifflucht und Lohndumping dürfen im Einzelhandel nicht akzeptiert werden. Sie sind kein Zukunftsmodell für die Branche. Die rund 34.000 Kolleginnen und Kollegen brauchen Sicherheit für sich und ihre Familien. In Berlin und Brandenburg sind ca. 2000 Kolleginnen und Kollegen betroffen. Die Beschäftigten bei real leisten jeden Tag gute Arbeit und sind durch Missmanagement, Armutslöhnen und später von Altersarmut bedroht, so die ver.di Handelssekretärin Sabine Zimmer.

Die Geschäftsführung von real hat den Zukunftstarifvertrag und die darin geregelte Standort-und Beschäftigungssicherheit gekündigt. Jahrelang haben die Beschäftigten von real finanzielle Einschnitte hingenommen. Sie hofften ihre Arbeitsplätze zu retten und dass real in den Flächentarifvertrag zurückkehrt. Stattdessen sind die Beschäftigten in eine Gesellschaft überführt worden, in der nun ein Tarifvertrag mit dem Verein DHV gilt, bei dem nach dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 26. Juni nicht einmal sicher ist, ob dieser überhaupt tariffähig ist. Somit ist die Zukunft der Beschäftigten bei real völlig offen.

Auch wenn für die Bestandsbeschäftigten noch der ver.di-Tarifvertrag gilt, gilt der DHV-Tarifvertrag für neue Kolleginnen und Kollegen, sowie für Beschäftigte mit geänderten Arbeitsverträgen oder bei Höhergruppierungen. Dieser bedeutet mehr als 24 Prozent weniger Lohn und Gehalt sowie weniger Urlaubs- und Weihnachtsgeld, keine Spätarbeitszuschläge und Nachtarbeitszuschläge erst ab 22 Uhr.

Die Kolleginnen und Kollegen sagen nein zu Armutslöhnen und streiken für einen ver.di Tarifvertrag.

ver.di-Streikleitung vor Ort:
Sabine Zimmer, ver.di Sekretärin, mobil 0170 574 8525