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Tarifverhandlungen beendet ...

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Tarifverhandlungen beendet: Mehr Geld für Einzelhandelsbeschäftigte
Die Tarifverhandlungen waren schwierig, zäh und von zahlreichen Streikaktionen begleitet. Jetzt gibt es für die Beschäftigten des Einzelhandels in Berlin und Brandenburg endlich ein Ergebnis.
Berlin (dpa/bb) - Die rund 200 000 Beschäftigten im Einzelhandel von Berlin und Brandenburg erhalten mehr Geld. Rückwirkend zum 1. Oktober 2013 werde das Entgelt um drei Prozent und zum 1. Juli dieses Jahres um weitere zwei Prozent erhöht, sagte eine Sprecherin der Gewerkschaft Verdi zum Abschluss der Tarifverhandlungen am Dienstagabend. Für Auszubildende steige die Vergütung überproportional um 7,6 Prozent. Der Manteltarifvertrag werde unverändert wieder in Kraft gesetzt. Er regelt unter anderem Arbeitszeiten, Weihnachtsgeld und Zuschläge.

Gewerkschaft und Arbeitgeber wollten die Vereinbarungen noch am Dienstagabend unterzeichnen. Der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg, Nils Busch-Petersen, begrüßte das Ergebnis. Es entspreche eins zu eins dem in Baden-Württemberg, «ohne etwas draufzulegen». Mit ihm könne die Branche gut leben.

Die umstrittene Ost-West-Angleichung bei Sonderzahlungen wie dem Weihnachts- und Urlaubsgeld soll erst ab dem 31. März 2015 in einem Gesamtpaket verhandelt werden. Dann werde es auch um die künftige Arbeitszeitgestaltung und Demografieprobleme gehen, erläuterte die Verdi-Sprecherin. «Das ist, was wir seit Wochen vorgeschlagen haben», bemerkte Busch-Petersen dazu.

Während es in der Frage der Entgelterhöhungen bereits Einigkeit gab, hatte der Streit um die Ost-West-Angleichung während der vergangenen Monate immer wieder zu Streikaktionen im Einzelhandel geführt. Der Tarifvertrag für sogenannte Auffüller lehnt sich laut Verdi an den von Baden-Württemberg an, mit Stundensätzen von 9,54 Euro ab 1. Januar und 9,74 Euro ab 1. Juli dieses Jahres.