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Streik im Pharma- und Lebensmittelgroßhandel

Streik im Pharma- und Lebensmittelgroßhandel

Berlin, 24. Juni 2019
Nr. 149
Landesbezirk Berlin-Brandenburg
www.bb.verdi.de

P R E S S E I N F O R M A T I O N

Streik im Pharma- und Lebensmittelgroßhandel Berlin und Brandenburg

Rund 200 Beschäftigte der vier größten Pharmahändler sowie der Metro Deutschland am Standort Friedrichshain werden am morgigen Dienstag, dem 24. Juni 2019 streiken. Beteiligt sind Beschäftigte der Unternehmen Phoenix Pharmahandel, Alliance Healthcare Deutschland, Sanacorp und Noweda sowie der Metro.

Die Beschäftigten reagieren damit auf das aktuelle Angebot der Tarifverhandlungen im allgemeinen Großhandel vom 16. Mai 2019 und im genossenschaftlichen Großhandel vom 24. Juni 2019. Die Arbeitgeber kamen den Gewerkschaftsforderungen bisher nicht ausreichend entgegen, sondern boten lediglich Erhöhungen, die einen Reallohnverlust bedeuten würden. Die Angebote sind demnach nicht annehmbar.

Die ver.di-Mitglieder fordern in den zwei Tarifgebieten 6,5 bzw. 7 Prozent mehr Geld, 100 € bzw. 150 € mehr Ausbildungsvergütung - jeweils für eine Laufzeit von 12 Monaten -, strukturelle Verbesserungen in der Vergütungsstruktur sowie eine Vorteilsleistung für ver.di-Mitglieder im Wert von 250 €. Von den Arbeitgebern erwartet ver.di die Bereitschaft, für den auszuhandelnden Tarifvertrag gemeinsam mit ver.di die Allgemeinverbindlichkeit beim Arbeitsministerium zu beantragen, um den Wettbewerb um die billigsten Löhne in der Branche zu bekämpfen.

„Die Beschäftigten brauchen mehr Geld, um die steigenden Lebenshaltungskosten bezahlen zu können und der Gefahr der Altersarmut entgegenzuwirken. Zudem sind die Gewinne der Branche beachtlich und an dieser Entwicklung müssen die Beschäftigten angemessen beteiligt werden, denn sie haben diese Gewinne erwirtschaftet“, so Erika Ritter, ver.di Verhandlungsführerin.

Die zentrale Streikkundgebung findet am Dienstag, dem 25. Juni 2019 ab ca. 12 Uhr gegenüber vom ver.di-Haus (An der Schillingbrücke, 10179 Berlin) statt.

Kontakt vor Ort:
Erika Ritter, ver.di-Verhandlungsführerin, mobil 0172 / 3977 100 und Franziska Foullong, ver.di-Gewerkschaftssekretärin, mobil 0160 / 9396 7961.