Medieninfo zum Anerkennungstarifvertrag

ver.di fordert Kaufhof zu Anerkennungstarifvertrag auf – Arbeitgeber muss aufhören, einseitig Fakten zu schaffen

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat Kaufhof zu Verhandlungen über einen Anerkennungstarifvertrag aufgefordert. Die Gewerkschaft schlägt dafür mehrere Verhandlungstermine im April vor. Kaufhof hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass das Unternehmen nun in allen Tarifgebieten in die sogenannte OT-Mitgliedschaft (ohne Tarifbindung) im Arbeitgeberverband gewechselt sei.

„Die Botschaft ist klar. Die Unternehmensführung muss aufhören, Fakten zu schaffen, indem sie Tarifflucht begeht, bereits Kündigungen ausspricht und nun schon 1.800 statt 1.600 Vollzeitstellen in den Kaufhoffilialen streichen will. So führt man keine konstruktiven Verhandlungen über eine erfolgreiche Zukunft des Warenhauses“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger.

Die Arbeitgeber müssten Vertrauen schaffen und keine weiteren Hürden aufbauen. Dazu gehöre auch der Schritt, zunächst einmal Anerkennungstarifverträge abzuschließen. „Wir lassen uns nicht vor vollendete Tatsachen stellen. Wenn es darum geht, konstruktiv über mögliche Sanierungsschritte zu sprechen, dann nutzt es nichts, die Gräben durch einseitige Schritte immer weiter aufzureißen“, so Nutzenberger. Sie fügte hinzu: „Die Bundestarifkommission hat klargestellt, dass es ohne ein Bekenntnis zum Flächentarifvertrag, eine umfassende Standort- und Beschäftigungssicherung sowie ein nachhaltiges Zukunftskonzept, das diesen Namen auch verdient, nicht geht. Zurzeit hat man aber eher den Eindruck, dass das neue Unternehmen Galeria Kaufhof Karstadt kaputtgespart und die Existenzgrundlange von zigtausend Beschäftigten ruiniert werden soll. Man wirbt etwa mit mehr Beratung in den Filialen, streicht aber gleichzeitig Hunderte Stellen. Das ist eine Sackgasse.“

Es geht um eure Zukunft

Jetzt ver.di-Mitglied werden und tarifliche Ausbildungsvergütung sichern
ES GEHT UM EURE ZUKUNFT

Sollte nicht auch für euch Azubis der Besuch im Kino, Theater, Stadion oder Museum und die eigene Wohnung eine Selbstverständlichkeit sein? Na klar! Deshalb haben sich in der Vergangenheit viele Auszubildende im Handel bei ver.di organisiert und für einen guten Tarifvertrag gekämpft. Auch in der Tarifrunde 2019 werden wir uns wieder für eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung stark machen!

Die neue Unternehmensleitung von Galeria Kaufhof hat sich allerdings nun entschieden, im Arbeitgeberverband in eine Ohne-Tarif-Mitgliedschaft zu wechseln. Das heißt, solange der Lohn- und Gehaltstarifvertrag noch nicht gekündigt und seine Kündigungsfrist abgelaufen ist, bleibt Galeria Kaufhof erstmal gegenüber allen ver.di-Mitgliedern voll tarifgebunden. Ein Tarifvertrag wird zwischen einer Gewerkschaft und einem Arbeitgeberverband abgeschlossen und kann daher nur von einer der beiden Parteien gekündigt werden. Zur Zeit erfolgen die Kündigungen der Lohn- und Gehaltstarifverträge im Einzelhandel und das wird konkrete Auswirkungen auf eure Ausbildungsvergütung und somit auf die Kohle in eurer Brieftasche haben! ...

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Pressemitteilung zu Galeria Kaufhof

96 Betriebsversammlungen bei Galeria Kaufhof – Betriebsrat und Gewerkschaft warnen vor Personalabbau

Die Beschäftigten von Galeria Kaufhof werden am Mittwoch (27.2.) in 96 Betriebsversammlungen bundesweit erstmals über die Zukunft des Unternehmens informiert. Nach einer Betriebsrätekonferenz in Willingen mahnte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Peter Zysik ein „nachhaltiges Zukunftskonzept“ an. „Die Karstadt-Sanierung ist keine Blaupause für Galeria Kaufhof. Wir erwarten von der Unternehmensleitung den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen in den Filialen und einen Plan, wie das Unternehmen wieder in den profitablen Bereich geführt werden kann. Dazu ist eine Aufteilung der Beschäftigten in Verkäuferinnen und Verräumer nicht notwendig“, sagte Zysik ...

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Resolution der Tarifkommissionen

Resolution der Tarifkommissionen KARSTADT Warenhaus,KARSTADT SPORTS, KARSTADT Feinkost und GALERIA Kaufhof

Die Tarifkommissionen von KARSTADT Warenhaus, KARSTADT SPORTS, KARSTADT Feinkost und GALERIA Kaufhof erklären gemeinsam:

Das „Warenhaus der Zukunft“ braucht die Beschäftigten!

Ein aus KARSTADT Warenhaus, KARSTADT SPORTS, KARSTADT Feinkost und GALERIA Kaufhof entstehendes „Warenhaus der Zukunft“ kann nur mit Beteiligung der Beschäftigten entwickelt und umgesetzt werden.

Die Tarifkommissionen haben auf ihren Sitzungen am 15. Februar 2019 in Kassel einstimmig gemeinsam folgende Forderungen beschlossen:

· Wir fordern ein tragfähiges, nachhaltiges Zukunftskonzept, welches bisher in keinem der Unternehmen existiert.

· Wir lehnen dauerhafte Verschlechterungen beim Einkommen ab und fordern gute Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten in den Unternehmen.

·  Wir fordern, dass die Beschäftigten von KARSTADT Warenhaus spätestens im Tarifjahr 2021 wieder auf das Flächentarifvertragsniveau angehoben sein müssen, wie es im Zukunftstarifvertrag verbindlich vereinbart ist. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen bereits jetzt deutlich höhere Anhebungen als die im Zukunftstarifvertrag vereinbarte Mindesterhöhung von 1,25% für dieses Jahr erfolgen.

·  Wir fordern für KARSTADT SPORTSund Karstadt-Feinkostdie sofortige Rückkehr in die jeweils gültigen regionalen Flächentarifverträge Einzelhandel mit Angleichung auf das aktuelle Niveau.

·  Wir fordern für GALERIA Kaufhof ein glaubwürdiges und tragfähiges Zukunftskonzept und die Offenlegung aller relevanten Daten, um eine Entscheidung über Verhandlungen treffen zu können. Der angekündigte massive Personalabbau in den Filialen und der Ausstieg aus dem Flächentarifvertrag werden entschieden abgelehnt.

·  Wir lehnen jegliche Form von Tarifausstieg ab und kämpfen für die Tarifbindung zum Flächentarifvertrag Einzelhandel, auch bei KARSTADT SPORTS, KARSTADT Feinkost und GALERIA Kaufhof.Wir fordern die Allgemeinverbindlichkeit (AVE) der Tarifverträge.

·  Wir fordern eine Standort- und Beschäftigungssicherung, die auch die Verwaltungen, IT,die Logistik, das Facility Management (FM) und Saks Off 5th erfasst.

·  Ausgliederungen lehnen wir grundsätzlich ab.

Zur Unterstützung unserer gemeinsamen Forderungen sind wir entschlossen, gemeinsame Aktionen zu planen und umzusetzen.

Als ver.di-Tarifkommissionsmitglieder und Betriebsräte werden wir gemeinsam den weiteren Weg gehen und uns nicht spalten oder gegeneinander ausspielen lassen.

Karstadt-Kaufhof Info Nov. 2018

Karstadt-Kaufhof: Jetzt geht es um die Beschäftigten und ihre Familien - ver.di und Gesamtbetriebsräte fordern Beteiligung an Zukunftskonzepten

Nach der Zustimmung des Bundekartellamtes zum Zusammenschluss von Karstadt und Kaufhof hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) gefordert, die Beschäftigten, Betriebsräte und ihre Gewerkschaft an der Zukunftsplanung zu beteiligen. „Bei uns geht es nicht nur um Umsatz und Immobilien, sondern zuerst um die Beschäftigten und ihre Familien“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger. Die Gewerkschaft werde die Tarifkommissionen von Kaufhof und Karstadt zusammenholen, um über weitere Schritte zu beraten. Dabei hätten Standort- und Beschäftigungssicherung sowie die Anwendung der Flächentarifverträge hohe Priorität. Für die Tarifbindung an den Flächentarifvertrag wollen sich auch die Gesamtbetriebsräte von Karstadt und Kaufhof einsetzen. "Wir werden uns nicht gegeneinander ausspielen lassen", hieß es ...

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ver.di-Info für die Beschäftigten von Galeria Kaufhof Sept./Okt. 2018

Die Arbeitgeber mischen die Karten neu – wir auch!

Die Hudson´s Bay Company (HBC) hat die Karten neu gemischt und einen neuen Spieler hinzugezogen: Gemeinsam mit Signa, der Muttergesellschaft von Karstadt Warenhaus, will die Eigentümerin von Galeria Kaufhof die jeweiligen Töchter zusammenbringen. Auf diese Weise soll die zweitgrößte Warenhaus-Kette sowie einer der führenden E-Commerce Anbieter Europas entstehen. An einer neuen gemeinsamen Holding wird HBC 49,99 Prozent der Anteile und die Signa Retail 50,01 Prozent halten. Die operative Führung soll Signa übernehmen. Die Verträge sind unterschrieben, doch der Vollzug der Transaktion muss noch von den Wettbewerbsbehörden genehmigt werden.

Bundestarifkommission bezieht klar Position Die Bundestarifkommission für Galeria Kaufhof hat in ihrer Sitzung am 21. September 2018 festgestellt, dass die »Spielregeln« für mögliche spätere Verhandlungen gleich geblieben sind ...

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ver.di-Info für die Beschäftigten von Galeria Kaufhof Juli 2018

Fusion mit Karstadt? Der Kaufhof-Eigentümer muss Klarheit schaffen!

Am 29. Juni wollte die ver.di-Tarifkommission in Köln eigentlich den Stand der Verhandlungen über die Eckpunkte einer Vereinbarung zur Sanierungs- und Beschäftigungssicherung bewerten und sich zu den letzten offenen Punkten positionieren. Schließlich dominierten jedoch die
aktuellen Nachrichten die Diskussion: Berichte zu Gesprächen zwischen der Kaufhof-Mutter HBC und dem Karstadt-Eigner Signa über eine Kaufhof-Übernahme oder eine Fusion der beiden
Warenhaus-Unternehmen veränderten den Ablauf. Denn eine wie auch immer geartete Zusammenführung von Kaufhof und Karstadt würde die Geschäftsgrundlage einer Sanierungsvereinbarung wahrscheinlich grundlegend verändern. Das Kaufhof-Management sah sich nicht in der Lage, der ver.di-Tarifkommission Auskunft über den Stand und den Inhalt der Verhandlungen zwischen der kanadischen Kaufhof-Muttergesellschaft HBC und der österreichischen Signa-Gruppe Auskunft zu geben ...

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Medieninfo Kaufhof Juni 2018

Galeria Kaufhof: Gespräche über Eckpunkte zur Neuausrichtung

In "konstruktiver und sachlicher Atmosphäre" sind heute in Frankfurt die Gespräche über einen Sanierungs- und Beschäftigungssicherungstarifvertrag bei Galeria Kaufhof fortgesetzt worden. Man habe mit der Unternehmensleitung zunächst über notwendige Eckpunkte gesprochen, auf deren Grundlage dann über ein gemeinsam getragenes Sanierungskonzept für das angeschlagene Warenhausunternehmen mit seinen rund 17.000 Beschäftigten verhandelt werden soll, teilte die Verhandlungskommission der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) mit.

"Eine glaubwürdige Neuausrichtung von Galeria Kaufhof kann kein reines Kostensenkungsprogramm sein, bei dem einseitig die Arbeitnehmer zur Kasse gebeten werden", so ver.di-Verhandlungsführer Bernhard Franke. Die Eigentümer seien gefordert, mit erforderlichen Investitionen die Attraktivität des Kaufhauses für die Kunden zu steigern und das Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen. 

Zur Sicherung der Arbeitsplätze und der Standorte sind die Beschäftigten und ihre Gewerkschaft bereit, die Neuausrichtung zu unterstützen. Voraussetzung dafür sei jedoch, dass es dem Management gelinge, verloren gegangenes Vertrauen wieder zu gewinnen. Franke sieht die Verhandlungen "auf einem guten Weg". Die Gespräche werden am 21. Juni fortgesetzt. Beide Seiten streben an, bis Ende Juni ein geeintes Eckpunktepapier zustande zu bringen.

ver.di-Info für die Beschäftigten von Galeria Kaufhof Mai 2018

Chancen für ein gemeinsam akzeptiertes Sanierungskonzept
Bis Ende Juni sollen gemeinsame Eckpunkte definiert sein

Nicht die Löhne und Gehälter müssen fallen, sondern die Attraktivität des Unternehmens muss steigen – von diesem Grundsatz lässt sich die ver.di-Verhandlungskommission leiten, die am 18. Mai die Gespräche mit dem Management über den von Galeria Kaufhof angestrebten Sanierungstarifvertrag aufgenommen hat ...

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ver.di-Info für die Beschäftigten von Galeria Kaufhof März 2018

Kaufhof beantragte Stundung von Tariferhöhungen und Urlaubsgeld - Einstimmiges Nein der ver.di-Tarifkommission

Nicht viel Neues bei Kaufhof, oder doch? Jedenfalls verwendet die Arbeitgeberseite mal wieder viel Phantasie auf Gedankenspiele, wie den Beschäftigten auf die Schnelle in die Tasche gegriffen werden kann. Worum geht es?
Die Unternehmensleitung wollte die in der vorigen Tarifrunde für 2018 vereinbarten Erhöhungen jetzt stunden lassen: Insbesondere beim Entgelt, einschließlich der Einmalzahlung. Auch das tarifliche Urlaubsgeld für dieses Jahr sollte zurück gehalten werden. Und zwar bis zu einem Ergebnis über den Abschluss eines Tarifvertrages zur Beschäftigungssicherung, wie es in einem Antrag an die ver.di-Tarifkommission heißt. Die aber lehnte nach einer intensiven Diskussion voller Empörung ab. Das Ergebnis fiel einstimmig aus ...

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ver.di-Info für die Beschäftigten von Galeria Kaufhof Februar 2018

Tarifkommission konstituierte sich, jetzt muss der Arbeitgeber liefern

Am 2. Februar hat sich die Bundestarifkommission von ver.di für Galeria Kaufhof konstituiert. Bei ihrer ersten Sitzung in Frankfurt am Main verständigte sie sich darauf, wie weiter mit dem Antrag des Arbeitgebers umzugehen ist, der auf eine Reduzierung bei den Personalkosten abzielt. Kaufhof will bekanntlich einen Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung abschließen, in dem angesichts der wirtschaftlichen Lage auch Sanierungsbeiträge der Beschäftigten festgelegt werden sollen ...

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M e d i e n i n f o r m a t i o n vom 12.10.2017

Kaufhof: Beschäftigte wollen nicht für Managementfehler bezahlen - Kaufhof muss ein tragfähiges Zukunftskonzept vorlegen

Angesichts des Antrags der Unternehmensführung von Kaufhof auf einen Beschäftigungssicherungstarifvertrag finden an etlichen Standorten an diesem Freitag (13. Oktober 2017) bundesweit nichtöffentliche Betriebsversammlungen statt, zu denen die Betriebsräte von Kaufhof eingeladen haben. Zum Teil kam oder kommt es auch schon heute zu Betriebsversammlungen.

Im Vorfeld sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger: "Die Beschäftigten von Kaufhof wollen nicht für Managementfehler büßen. Bereits seit 2015 weisen der Gesamtbetriebsrat und der Wirtschaftsausschuss des Gesamtbetriebsrats regelmäßig auf Managementfehler hin, etwa auf eine nicht erkennbare Verkaufsstrategie und eine verfehlte Rabattpolitik. Ein Umsteuern konnten wir aber bis heute nicht erkennen. Wir erwarten von Kaufhof einen klaren, tragfähigen Zukunftsplan. Kaufhof braucht überzeugende Konzepte, wie die Umsätze gesteigert werden sollen. Mit Personalkostenkürzungen bringt man das Unternehmen nicht voran."

Nutzenberger verwies auf zahlreiche offene Fragen, die zu klären seien. "Dazu gehört die Frage möglicher überhöhter Mieten und auch, wie der Mutterkonzern HBC agiert. Wieviel Geld fließt tatsächlich für Investitionen von HBC an Kaufhof zurück und wieviel Geld fließt von Kaufhof zu HBC ab? Es wirft Fragezeichen auf, wenn HBC einerseits die kapitalintensive Europaexpansion vorantreibt, andererseits aber nun angeblich so wenig Geld da ist, dass man den Beschäftigten bei Kaufhof in die Tasche greifen will. Wir werden diese Fragen alle auf den Tisch bringen. HBC muss seiner sozialen Verantwortung gerecht werden, das hat das Unternehmen bei der Übernahme von Kaufhof schließlich vollmundig versprochen und die Beschäftigten haben das als klares Bekenntnis zum vollständigen Flächentarifvertrag verstanden. Die Beschäftigten sind die letzten, die auf etwas verzichten können. Sie und ihre Familien sind auf ihre Einkommen dringend angewiesen", so Nutzenberger.

Das weitere Vorgehen, kündige Nutzenberger an, werde "eng mit den Betriebsräten, der Tarifkommission und den Beschäftigten abgestimmt, denn es geht um ihre Interessen."

Pressekontakt:
V.i.S.d.P.:

Eva Völpel
ver.di-Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin

Tel.: 030/6956-1011
und -1012
Fax: 030/6956-3001

e-mail:
pressestelle@verdi.de

ver.di-Information für die Beschäftigten bei Galeria Kaufhof - Oktober 2017

Galeria Kaufhof will euch in die Tasche greifen – und nennt das beschönigend „Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung“!
Es geht um euer Geld!

Wüst wird derzeit in den Medien spekuliert, welche materiellen Opfer ihr, die Kolleginnen und Kollegen der Galeria Kaufhof, demnächst bringen sollt. Wir als eure Gewerkschaft ver.di wollen uns aber lieber an die vorliegenden Fakten halten:

• Die Geschäftsleitung von Galeria Kaufhof hat beantragt, mit uns über einen Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung zu verhandeln.

• Bevor das geschieht, prüfen ver.di, eine noch zu bildende Tarifkommission, Betriebs räte, Gesamtbetriebsrat sowie ein Wirtschaftsgutachter diesen Antrag intensiv.

• Je nachdem, wie die Prüfung ausgeht, wird die Tarifkommission dann das weitere Vorgehen einleiten.

Mehr dazu in der unten als Download zur Verfügung stehenden vollständigen ver.di-Info.

Medieninfo zum Antrag des Unternehmens ...

Kaufhof: ver.di prüft Antrag des Unternehmens auf Beschäftigungs- sicherungstarifvertrag

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) teilt in Sachen Kaufhof mit:
„Kaufhof hat einen Antrag gestellt, Verhandlungen über einen Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung aufzunehmen. Diesen Antrag werden wir intensiv gemeinsam mit einer noch zu bildenden Tarifkommission, den Arbeitnehmergremien sowie einem Wirtschaftsgutachter prüfen und abhängig vom Ergebnis der Prüfung die entsprechenden Schritte einleiten. Die Interessen der Beschäftigten stehen dabei für uns an vorderster Stelle“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger. Sie empfahl den Beschäftigten, die noch kein Gewerkschaftsmitglied sind, sich bei ver.di zu organisieren.
Nutzenberger verwies darauf, dass es für die mögliche Aufnahme von Verhandlungen klare Bedingungen gibt: „Ein unabhängiger, von ver.di benannter Wirtschaftsgutachter muss die Geschäftszahlen prüfen, damit klar wird, wie es um das Unternehmen tatsächlich bestellt ist. Für die Zukunft sind überzeugende Konzepte wichtig, wie der Umsatz gesteigert werden kann. Personalkostenreduzierungen sind keine nachhaltigen Lösungen.“ 
„Die Arbeitnehmervertretungen werden alles daransetzen, dass den Kolleginnen und Kollegen im Kaufhof nicht in die Tasche gegriffen wird“, sagte Uwe Hoepfel, Gesamtbetriebsratsvorsitzender von Galeria Kaufhof.  

Zu Berichten über angeblich konkrete Einsparvorschläge seitens Kaufhof wird sich ver.di derzeit nicht äußern.

Presseinfo zum Verkauf von Kaufhof

Berlin, 15. Juni 2015
Nr. 160

ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Landesbezirk Berlin-Brandenburg www.bb.verdi.de

P R E S S E I N F O R M A T I O N

Verkauf von Kaufhof:
ver.di fordert Erhalt der Berliner und Brandenburger Standorte

„ver.di fordert von den neuen Kaufhof-Eignern, dass nicht nur die rund 1.500 Arbeitsplätze, sondern auch die sechs Standorte in Berlin und Cottbus erhalten bleiben“, sagte Erika Ritter, ver.di-Fachbereichsleiterin Handel. Zurzeit sei aber noch unbekannt, mit welchen Konzepten die kanadische Unternehmensgruppe Hudson’s Bay die Firma Kaufhof weiterführen will. „Besonders wichtig ist uns, wie künftig mit dem Thema Fremdvergabe umgegangen wird. Um Arbeitsplätze zu schützen, ist es sinnvoll, die Fremdvergabe einzugrenzen. Hierzu werden wir uns, falls nötig, engagiert einmischen“, so Erika Ritter.

Bei möglichen Neuausrichtungen oder Veränderungen des Unternehmens erwartet ver.di, dass die gewählten Betriebsräte einbezogen werden und die Mitbestimmungsrechte gewahrt bleiben. „Wir setzen auch voraus, dass der neue Eigentümer die geltenden Tarifverträge dauerhaft sichert“, so Erika Ritter.

Für Rückfragen:
Erika Ritter, ver.di-Fachbereichsleiterin Handel, mobil: 0172 / 397 71 00.

ver.di Kampagnen