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    Handel in Berlin-Brandenburg

    Im ver.di Fachbereich Handel sind die Beschäftigten des Einzel-, Groß-, Außen- und und des Versandhandels organisiert. Wir machen uns stark für faire und transparente Arbeitsbedingungen für alle. Deshalb kämpfen wir für einheitliche Tarifverträge in jeder Branche.

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Tarifrunden Einzel- und Großhandel Berlin Brandenburg 2023

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Tarifabschluss Großhandel B-B
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Tarifabschluss im Großhandel für Berlin-Brandenburg erzielt

In den Tarifverhandlungen für den Großhandel in Berlin und Brandenburg wurde am Montag, den 08.07.2024, ein Verhandlungsergebnis erzielt. Damit geht die längste Tarifauseinandersetzung im Großhandel in Berlin und Brandenburg für rund 60.000 Beschäftigte nach mehr als einem Jahr zu Ende. Seit Mai 2023 hatten die Beschäftigten regelmäßig gestreikt. Das Ergebnis orientiert sich an dem Abschluss, der zuerst in Bayern erzielt wurde. Es sieht eine Lohnerhöhung von 5,1 % ab Oktober 2023 und noch einmal 5 % ab Mai 2024 sowie ab Mai 2025 2% vor. Dazu kommt noch eine Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 1.000 Euro in diesem Jahr sowie die Erhöhung der tariflichen Altersvorsorge um 480 EUR ab Januar 2025.

„Dieser Tarifabschluss ist durch die Streikenden hart erkämpft worden. Die Arbeitgeber hatten lange eine Tariflösung blockiert, nun aber ist uns ein Kompromiss gelungen. Nur der Ausdauer und Beharrlichkeit der vielen Streikenden ist dies zu verdanken. Noch nie war die Streikbeteiligung über einen solch langen Zeitraum so hoch.“ erklärt ver.di-Verhandlungsführerin Franziska Foullong.

Der Tarifabschluss konnte nach einem Jahr erzielt werden - 14% mehr Lohn gibt es für die Beschäftigten im Einzelhandel!
Nach langem Ringen konnte sogar eine 1-monatige Laufzeitverkürzung für Berlin vereinbart werden. Dies geschah mit unglaublich bewegender Solidarität zwischen der Brandenburgischen und der Berliner Tarifkommission, die gestern Hand in Hand an diesem Thema verhandelt haben. Am Ende lag es bei den Arbeitgebern, die sich hartnäckig weigerten, auch in Brandenburg die Laufzeit auf 35 Monate festzulegen!!!

Tarifabschluss24
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P R E S S E I N F O R M A T I O N vom 4. Juli 2024

Tarifabschluss im Einzelhandel für Berlin-Brandenburg erzielt

In den Tarifverhandlungen für den Einzelhandel in Berlin und Brandenburg wurde am Mittwoch, den 03.07.2024, am späten Abend ein Verhandlungsergebnis erzielt. Damit geht die längste Tarifauseinandersetzung im Einzelhandel in Berlin und Brandenburg für rund 230.000 Beschäftigte zu Ende. Seit Mai 2023 hatten die Beschäftigten regelmäßig gestreikt. Das Ergebnis orientiert sich an dem Abschluss, der zuerst in Hamburg erzielt wurde. Es sieht eine Lohnerhöhung von 5,3 % ab Oktober 2023 und noch einmal 4,7 % ab Juli 2024 vor. Ab September 2025 erhöhen sich die Gehälter noch einmal um monatlich 40 EUR, zuzüglich 1,8 %. Dazu kommt noch eine Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 1.000 Euro in diesem Jahr sowie die Erhöhung der tariflichen Altersvorsorge um 120 EUR ab Januar 2025. Über die gesamte Laufzeit und inklusive der tariflichen Altersvorsorge beträgt die Erhöhung damit ca. 14 %.

Ein weiteres Thema in Berlin und Brandenburg war eine Verschiebung der Laufzeit. Um zeitgleich mit den Tarifverhandlungen in den anderen Bundesländern zu starten, forderte ver.di in Berlin und Brandenburg eine Verkürzung der Laufzeit um drei Monate. Hier konnte für Berlin eine Verkürzung der Laufzeit um einen Monat erzielt werden.

„Dieser Kompromiss ist durch die Streikenden hart erkämpft worden. Es war lange Zeit nicht klar, ob überhaupt noch ein Abschluss gelingt. Dass wir nun ein Ergebnis haben, ist der Ausdauer und Beharrlichkeit der vielen Streikenden zu verdanken. Eine derart hohe Streikbeteiligung über einen so langen Zeitraum haben wir in Berlin und Brandenburg noch nicht gesehen. Die lange Auseinandersetzung zeigt aber auch, dass wir im Handel noch stärker werden müssen, weil wir von den Handelskonzernen nichts geschenkt bekommen“, erklärt ver.di-Verhandlungsführerin Conny Weissbach.

Das Ergebnis muss nun noch von den Gremien beider Seiten bestätigt werden. Die ver.di-Verhandlungskommission empfiehlt die Annahme des Abschlusses. Die Sitzung der ver.di-Tarifkommission, auf der über die finale Annahme entschieden wird, findet am Mittwoch, den 10. Juli 2024, statt.

Tarifabschluss24
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Streik im Einzelhandel am 24. Juni

Unübersehbar: Verkäufer:innen in Berlin und Brandenburg fordern für die Tarifverhandlungen am Mittwoch von den Arbeitgebern ein abschlussfähiges Angebot, das auch die Verkürzung der Laufzeit des Tarifvertrags in Berlin und Brandenburg beinhaltet. In Berlin-Brandenburg waren über 950 Einzelhändler:innen im Streik. Erstmals seit November beteiligten sich die Kolleg:innen der in die Insolvenz gerutschten Galeria Karstadt Kaufhof. Sie kämpfen für verbindliche Entgelterhöhungen zu den Flächentarifverträgen des Einzelhandels in einem Anerkennungstarifvertrag. Es geht darum, die Fachkräfte im Unternehmen zu halten und so zu verhindern, dass immer mehr Galeria-Beschäftigte in andere Unternehmen abwandern.
Das Signal des Streiks ist klar: Die Arbeitgeber sind aufgefordert, am Mittwoch mit einem abschlussfähigen Tarifangebot die extrem lange Tarifrunde endlich zu beenden.
Ebenfalls mit dabei waren die Beschäftigten der Thalia, die seit über 3 Jahren unermüdlich für die Bindung an den Tarifvertrag kämpfen.

Streik im EH am 24. Juni
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Trillerpfeife
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P R E S S E I N F O R M A T I O N vom 24. Juni

Handelsstreik in Berlin und Brandenburg am 24.06.2024

Die Gewerkschaft ver.di ruft am 24. Juni 2024 zum Streik im Einzelhandel in Berlin und Brandenburg auf. Mit dem Streik macht die Gewerkschaft vor der bevorstehenden Verhandlungsrunde im andauernden Tarifkonflikt Druck. Die Verhandlung ist für den 26. Juni 2024 terminiert. In den letzten Wochen konnten in mehreren Bundesländern bereits Tarifeinigungen erzielt werden. Vor diesem Hintergrund erwartet ver.di nun auch in Berlin und Brandenburg von den Arbeitgebern konstruktive Tarifverhandlungen, mit denen es gelingt, die Reallöhne der Beschäftigten zu sichern und damit die Arbeitsbedingungen im Handel attraktiver zu gestalten.

Neben einer Entgeltsteigerung erwartet ver.di in den Verhandlungen jedoch auch Bewegung bei den Arbeitgebern in Bezug auf die Laufzeit des Tarifvertrags. Diese ist in Berlin und Brandenburg im Vergleich zu den Tarifverträgen in anderen Bundesländern um drei Monate nach hinten versetzt. Dementsprechend starten die Verhandlungen in der Metropolregion Berlin-Brandenburg immer erst mit drei Monaten Verzögerung. Durch diese Verzögerung können sich die Beschäftigten erst verspätet an den bundesweiten Aktivitäten um die Ausgestaltung der Arbeitsbedingungen beteiligen. Dies wird der Rolle des Handels in der Metropolregion Berlin-Brandenburg nicht gerecht. Die Forderung nach einer Anpassung der Laufzeit besteht bereits seit 2021.

„Nach über einem Jahr Tarifkonflikt erwarten wir von den Arbeitgebern jetzt endlich ein Tarifangebot, das einen Abschluss ermöglicht. Inklusive einer Verkürzung der Laufzeit, damit wir an die bundesweiten Entwicklungen anschließen können. Dafür machen wir mit dem Streiktag noch einmal Druck“, erklärt die ver.di-Verhandlungsführerin in Berlin-Brandenburg Conny Weissbach.

Im Rahmen des Streiks findet eine Kundgebung mit anschließender Demonstration statt. Ab 11:15 Uhr beginnt die Demonstration vom Wittenbergplatz über die Tauentzienstraße.

1. Mai: Galeria war Thema bei Demo und Kundgebung!

1. Mai
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1. Mai
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1. Mai
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1. Mai
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1. Mai
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1. Mai 2024
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Heraus zum 1. Mai!

Wir treffen uns:
Mittwoch, 01.05.2024 um 10:30 Uhr vor dem Restaurant Block House, Karl-Marx-Allee 91, 10243 Berlin / Ecke Straße der Pariser Kommune 

Die DGB-Demo am 1. Mai ist eine ideale Gelegenheit für uns im Handel unsere seit 1 Jahr laufenden Tarifrunden auf die Straße zu bringen, für die Stärkung der Rechte der Arbeitnehmer:innen einzustehen und für die Verbesserung unserer Lebenssituation zu kämpfen.
Die aktuelle Lage der Beschäftigten im Handel ist vielseitig: Die Galeria-Beschäftigten kämpfen um ihre Arbeitsplätze. Die Thalia-Beschäftigten fordern die Tarifbindung zurück. Bei Rewe und Edeka fehlt Personal an allen Ecken und Kanten. Die Beschäftigten bei H&M & Co streiten gegen Verschlechterungen zugunsten des Onlinehandels. Und in den Start-Ups (neu gegründeten Unternehmen) müssen sich Beschäftigte die Betriebsratsgründung hart erkämpfen.
Für unsere Forderungen müssen wir sichtbar sein! Gemeinsam!

Was machen wir am 1. Mai?
Geplant ist eine kurze Demo-Route von der Karl-Marx-Alle / Ecke Straße der Pariser Kommune bis zum Roten Rathaus. Dort empfängt uns das 1. Mai-Fest, wo alle DGB-Gewerkschaften mit Ständen vertreten sind. Es gibt Essens- und Getränkebuden, ein Bühnenprogramm und viele kleine Aktionen zu entdecken. Es wird ein schönes Fest für alle – ob mit Freund:innen, Kolleg:innen oder der Familie.

Was bringe ich mit?
Bring viele Kolleg:innen, Freund:innen und/oder Deine Familie mit, auch gerne (Noch)-Nichtmitglieder bei ver.di. Die Demo mündet in einem Familienfest für alle!
Solltest du eine Streikweste oder Fahne zu Hause haben, bring diese gerne mit.
Du kannst auch gerne Deine Forderungen/Deine Botschaft auf ein Plakat malen.

Wir freuen uns auf dich!
Herzliche Grüße,
Conny Weißbach

Ikea im Fokus bundesweiter Streiks

Ikea im Fokus bundesweiter Streiks – Aktionshöhepunkt für Handelsbeschäftigte in Berlin und Brandenburg am 26.04.2024 vor Ikea in Tempelhof mit Bundesfachbereichsleiterin Silke Zimmer

Die Gewerkschaft ver.di ruft die Beschäftigten der tarifgebundenen Unternehmen des Einzel- und Großhandels zu einem 3-tägigen Streik auf. Im Rahmen des Streiks wird am 26.04.2024 eine Kundgebung vor Ikea in Tempelhof stattfinden. Auf der Kundgebung wird die Bundesfachbereichsleiterin für den Handel, Silke Zimmer, sprechen. Nachdem bereits EDEKA, REWE und Kaufland im Fokus von zentralen Streikkundgebungen standen, streiken die Beschäftigten vor dem Ikea in Tempelhof, denn auch der schwedische Konzern trägt Verantwortung für eine zügigen Tarifabschluss. Mit dem bundesweiten Streik macht die Gewerkschaft Druck auf den Handelskonzern, um die Blockadehaltung in den aktuellen Tarifverhandlungen zu beenden. Bereits seit 10 Monaten verweigern die Handelskonzerne einen Tarifabschluss der die Reallöhne sichert. Aktuell gerät jedoch Bewegung ins Arbeitgeberlager. Für den 08.05.2024 ist ein Verhandlungstermin in Hamburg angesetzt.

„Es wird höchste Zeit, dass die Handelskonzerne endlich wieder an den Verhandlungstisch kommen und wir gemeinsam einen Kompromiss erzielen, der die Reallöhne sichert und die massive Abwanderung aus der Branche stoppt. Die aktuelle Blockadepolitik ist unverantwortlich gegenüber den Beschäftigten, die in permanenter Sorge leben, die nächste Handwerkerrechnung oder die Mieterhöhung nicht mehr zahlen zu können “, erklärt Conny Weissbach, Verhandlungsführerin für den Einzelhandel in Berlin und Brandenburg.

Die Handelskonzerne konnten ihre Gewinne in den letzten Jahren massiv steigern. Vielen Beschäftigten droht jedoch wegen der aktuellen Löhne die Altersarmut. Viele werden ihre Rente deshalb später mit Sozialleistungen aufstocken müssen. Die Gewinne der Konzerne werden damit auch auf Kosten der Sozialkassen und damit der Allgemeinheit gemacht. ver.di fordert vor diesem Hintergrund einen Tarifabschluss, der die Reallöhne der Beschäftigten sichert.

Die Streiks der letzten Monate haben zwar noch nicht zu einem Tarifabschluss geführt. Trotzdem ist der Druck auf die großen Konzerne im Handel spürbar. So haben sie bereits zweimal einseitig die Löhne erhöht. Diese Erhöhung ist jedoch nicht rechtssicher und gleicht auch nicht die Reallohnverluste aus, die durch die hohe Inflation der vergangenen Jahre entstanden sind. Vor diesem Hintergrund ist die Beteiligung an den Streiks unvermindert hoch.

Härteste Tarifrunde
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EINLADUNG zur Online Veranstaltung mit Silke Zimmer zur Tarifrunde im Handel

HIER der LINK zur Teilnahme

Die Beschäftigten im Handel kämpfen seit vielen Monaten für nachhaltige tabellenwirksame Entgelterhöhungen und geben nicht auf. Zahlreiche Absagen von Verhandlungsterminen seitens des Arbeitgeberverbandes kennen nur eine Antwort: weitere Streiks und Aktionen.

Silke Zimmer, das für den Handel zuständige Mitglied des ver.di-Bundesvorstands, sagt dazu: „Die Verhandlungen ziehen sich nun seit über elf Monaten hin. Das Verhalten der Arbeitgeber ist nicht akzeptabel. Sie handeln nach dem Motto: ‚Friss oder stirb‘“
Ein hohes Maß an prekäre Beschäftigung, sei es Teilzeit, Befristung oder niedrige Einkommen prägen den Lebensalltag unser Kolleg*innen im Handel.
Wie kann es sein, dass Arbeitgeber die Lebenssituation ihrer Beschäftigten so ignorieren und dabei vergessen, wer die Gewinne erarbeitet? Woher nehmen die Kolleg*innen in den Handelsbetrieben die Kraft für diesen langen Verhandlungszeitraum? Und wie können wir in ver.di unsere Kolleg*innen unterstützen?
Über diese und weitere Themen wollen wir mit Silke Zimmer sprechen.
Termin: Dienstag, 16.04.2024 von 19:30 bis ca. 21:00 Uhr
Ort: hier in der Videokonferenz und im ver.di Bildungszentrum Gladenbach
Moderation: Britta M. Hamann, pädagogische Leiterin des ver.di Bildungszentrum Gladenbach

Skandal bei Kaufland - wir gehen nicht in die Knie!
 
*Wir stehen Ostern erneut vor der Tür und lassen nicht locker!*

Bilder von der STREIKAKTION am Gründonnerstag

Osterstreik
© christian von polentz
Osterstreik
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Osterstreik
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Osterstreik
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Osterstreik
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Osterstreik
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Osterstreik
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Osterstreik
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Osterstreik
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Wir stehen Ostern erneut vor der Tür und lassen nicht locker!

Der Fokus der laufenden Streiks richtet sich nach EDEKA und REWE auf Kaufland, einem weiteren big player mit großem tarifpolitischen Einfluss im Handel. Am Gründonnerstag traten erneut ca. 1.600 Handelsbeschäftigte in Berlin und Brandenburg in den Streik. Zur zentralen Streikkundgebung vor dem Kaufland-Lager in Lübbenau kamen allein schon 650 Kolleginnen und Kollegen, die mit tatkräftiger Unterstützung des ver.di-Vorsitzenden, Frank Werneke, unüberhörbar von den Handelsarbeitgebern die Aufgabe ihrer Tarifblockade forderten. Andere Branchen haben es vorgemacht: Faire Tarifverträge sind drin. Das gilt gerade auch für den systemrelevanten Handel.

„Die ungebrochene Streikbeteiligung ist die passende Antwort der Kolleginnen und Kollegen auf die Versuche der Handelsarbeitgeber, die Streikfront mit einseitigen Tariferhöhungsversprechen zu brechen“, sagte Conny Weißbach, ver.di-Fachbereichsleiterin für Berlin und Brandenburg.

Der Kampf geht weiter. Wir lassen so lange nicht locker, bis die Arbeitgeber endlich an den Verhandlungstisch zurückkehren und mit der Gewerkschaft der Handelsbeschäftigten ver.di einen fairen Tarifvertrag abschließen. Es geht um spürbar mehr Geld. Schluss mit der Reallohnabsenkung der letzten Monate! Wir sind 2,50 €/Stunde mehr einfach wert, rechtssicher in einem Tarifvertrag vereinbart! #tarifrunde23 #tarifrunde24 #verdihandelbb

Presseinfo vom 27.03.2024

 

Kaufland im Fokus bundesweiter Streiks – Aktionshöhepunkt für Berlin und Brandenburg am 28.03.2024 in Lübbenau. ver.di-Vorsitzender Frank Werneke spricht auf Kundgebung

Unter dem Motto "Ostern steht vor der Tür – wir auch" ruft die Gewerkschaft ver.di die Beschäftigten ausgewählter Unternehmen im Einzel- sowie im Großhandel in Berlin und Brandenburg am Donnerstag, den 28.03.2024, zum Streik auf. Im Rahmen der Kaufland-Aktionswoche findet der gemeinsame Aktionshöhepunkt vor dem Kaufland-Lager in Lübbenau statt. Streikende anderer Handelsunternehmen aus ganz Berlin und Brandenburg reisen für die Kundgebung nach Lübbenau an. Der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke wird auf der Kundgebung zu den Streikenden sprechen.

Mit der Aktionswoche "Kaufland" nimmt ver.di die Schwarz-Gruppe ins Visier, zu der das Unternehmen Kaufland gehört. Die Schwarz-Gruppe, zu der auch die Marke LIDL gehört, gilt als einer der Blockierer im Arbeitgeberverband und ist gleichzeitig einer der marktprägenden Akteure im deutschen Einzelhandel.

Die Handelskonzerne verweigern weiterhin Verhandlungen und versuchen mit einseitigen Lohnerhöhungen die Streikbereitschaft zu schwächen. Diese einseitigen Erhöhungen sind jedoch nicht rechtssicher, bieten den Beschäftigten keine planbare Zukunft und können den Reallohnverlust der letzten drei Jahre nicht kompensieren. Vor diesem Hintergrund ist die Streikbereitschaft unter den Beschäftigten weiterhin hoch. Viele stehen finanziell am Abgrund. 

ver.di fordert in den Tarifverhandlungen für den Einzelhandel 2,50 Euro pro Stunde mehr Gehalt bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von 9 Monaten. Die Arbeitgeber hatten im November 2024 1,04 Euro mehr pro Stunde nach 3 Nullmonaten im ersten Jahr und zusätzlich 4 % im zweiten Jahr bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwei Jahren angeboten. Auch im Großhandel würde das Angebot der Arbeitgeber aus dem Juni 2024 einen empfindlichen Reallohnverlust für die Beschäftigten bedeuten. Es sieht im ersten Jahr nach vier Nullmonaten lediglich eine Erhöhung von 5,1 % und für das zweite Tarifjahr nach drei Nullmonaten 2,9 % vor. Die Abwanderung aus dem Handel ist mit weiteren massiven Reallohnverlusten nicht zu stoppen.

"Der tarifpolitische Einfluss von Kaufland ist enorm. Das Unternehmen ist damit mitverantwortlich für die Blockade der Tarifverhandlungen durch die Arbeitgeber. Mit unserem Aktionstag vor dem Kaufland-Lager fordern wir auch Kaufland auf, seiner Verantwortung gerecht zu werden. Wenn die Handelskonzerne an einer Lösung interessiert sind, geht das nur in Verhandlungen. Die Unternehmen müssen umgehend an den Verhandlungstisch zurückkehren und einen fairen Kompromiss aushandeln. Einen Abschluss, der die massiven Reallohnverluste stoppt, das Entgeltniveau nachhaltig hebt und die eigenen Beschäftigten in der Branche hält und vor Altersarmut schützt", erklärt Conny Weißbach, ver.di  Handel Berlin-Brandenburg.

Beginn der Kundgebung: 28.03.2024, 10:20 Uhr vor dem Kaufland-Lager Lübbenau (Neckarsulmer Str. 1, 03222 Lübbenau/Spreewald). Die Rede von Frank Werneke startet um 10:45 Uhr.

Für Rückfragen:

Conny Weissbach, ver.di Landesfachbereichsleiterin für den Handel in Berlin und Brandenburg.

Weltfrauentag 2024
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WELTFRAUENTAG 2024

Handels-Streiks mit geballter Frauenpower auch am heutigen Weltfrauentag fortgesetzt

Unser Ziel: Ein guter Tarifvertrag, der unsere Kaufkraft nachhaltig stärkt, weil er ein wichtiger Meilenstein für alle und insbesondere für die vielen mutigen und starken Kolleginnen in unserer Frauenbranche im Kampf um Gleichstellung ist!

Wir zeigen den Handelsarbeitgebern in den laufenden Aktionstagen mit dem Schwerpunkt REWE: BLOCKIEREN IST NICHT! Wir lassen nicht nach und fordern von den Arbeitgebern, endlich an den Verhandlungstag zurückzukehren!

Die bisherigen Angebote in den vergangenen Tarifverhandlungen sind nichts anderes als ein „Rollback“ beim Entgelt. Sie würden dazu führen, dass wir uns vom Lohn weniger leisten könnten. So geht das nicht!

Wir fordern von den Handelsarbeitgebern endlich wieder einen Tarifvertrag mit rechtsverbindlich garantierten und nachhaltigen Tariferhöhungen abzuschließen.

Das stärkt nicht zuletzt den demokratischen Zusammenhalt unserer Gesellschaft, denn es zeigt: Die demokratischen Prozesse funktionieren.

10 gute Gründe
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Download des Flugblatts

Mehr dazu im rechts als Download zur Verfügung stehenden vollständigen Flugblatt.

STREI bei EDEKA

Vor dem Lager des Branchenprimus Edeka in Freienbrink trafen sich am 16.Februar 2024 ca. 600 Streikende aus dem Groß- und Einzelhandel Berlin und Brandenburg und forderten vom Branchenprimus endlich seine Blockadehaltung in den Tarifverhandlungen aufzugeben und das Angebot deutlich zu verbessern! Die „Knochenarbeit“ in der Branche muss endlich besser bezahlt werden.
„Wir können auch Marathon!“ - so die Ansage der Streikenden auf der Kundgebung.
In Berlin und Brandenburg befanden sich insgesamt 1600 Beschäftigte im Streik.OHNE UNS KEIN HANDEL! #tarifrunde24 #verdihandelbb #würdewertwir

Streik im Einzelhandel
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rbb24 zum Streik im Einzelhandel

"Im Einzelhandel in Berlin und Brandenburg haben nach Angaben der Gewerkschaft Verdi am Freitag etwa 1.600 Menschen gestreikt. Die Gewerkschaft hat die Beschäftigten in den beiden Bundesländern bis einschließlich Montag zum Arbeitskampf aufgerufen.
Im Mittelpunkt der Aktion stehen die Märkte von Edeka. Das Unternehmen betonte, dass trotz des bundesweiten Warnstreiks die Filialen geöffnet seien. Der Arbeitskampf bei Edeka soll derweil bis einschließlich Montag andauern, teilte die Gewerkschaft bereits am Donnerstag mit ..."

Mehr dazu HIER.

Auftakt Tarifkampf 2024 - Wir holen aus für einen Tarifabschluss der uns gerecht wird!

HIER gibt es mehr ...

Auftakt Tarifkampf 2024
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Streiks im Berliner und Brandenburger Einzelhandel vor Heiligabend!

Streik im Einzelhandel vor Heiligabend
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Das Weihnachtsgeschäft läuft auf Hochtouren – und wieder Streik im Handel ab 8.12.2023

Von REWE bis Kaufland, von Edeka bis H&M, von IKEA bis Saturn, von Lager bis Filiale: Auch am drittletzten Wochenende vor Weihnachten streiken Einzelhandel und ausgewählte Unternehmen des Großhandels in Berlin und Brandenburg. Weil Handelsunternehmen und -konzerne seit Monaten mauern und die Reallöhne der Beschäftigte nicht sichern wollen, ruft ver.di ab Freitag, den 8.12.2023 bereits zum sechsten Mal zu einem viertägigen Warnstreik auf.

Die Berliner:innen und Brandenburger:innen kennen es inzwischen. Schnell noch Butter für den Kuchen holen, den verlorenen Schal durch einen neuen ersetzen, die Weihnachtsgans bestellen oder dem Neffen die Kopfhörer für Weihnachten kaufen, kann wegen Streik im Handel manchmal schief gehen. Wer an diesem Wochenende Ähnliches vorhat, sollte sich darauf einstellen, dass das wieder nicht so einfach gelingt. Denn vom morgigen Freitag bis einschließlich Dienstag bestreiken Beschäftigte an insgesamt vier Tagen den Einzelhandel und ausgewählte Unternehmen des Großhandels in Berlin und Brandenburg. In den Tagen nach dem Wochenende könnten Besorgungen noch schwieriger werden: Weil auch einige Lager bestreikt werden, werden die Bestände in den Filialen zusehends knapper werden.

Ver.di verhandelt bereits seit Mai bundesweit in den regionalen Tarifbezirken des Handels. Doch alles, was die Unternehmen in den inzwischen sieben Monaten Tarifrunde vorgeschlagen haben, würde dazu führen, dass die Beschäftigten deutlich Einkommen verlieren, also einen kräftigen Reallohnverlust hinnehmen müssen. „Die Arbeitgeber scheinen nicht zu verstehen, dass auch Verkäufer:innen mit Mindestlohn als Einstiegsgehalt die nach wie vor sehr hohen Preise für Lebensmittel, Transport oder Miete von ihrem Gehalt bezahlen können müssen. Das gilt übrigens auch für Kommissionierer:innen im Großhandel, die in Vollzeit mit einem Brutto-Gehalt von 2.553 Euro starten“, sagt Conny Weißbach, ver.di-Verhandlungsführerin für den Einzelhandel. Kein Wunder also, dass die Beschäftigten im Handel reihenweise den Verlockungen besserer Arbeitgeber wie dem öffentlichen Dienst nicht mehr widerstehen können: „Weigern sich die Unternehmen weiter, mit einem realistischen Angebot an
den Verhandlungstisch zurückzukehren, werden sie noch mehr Beschäftigte verlieren und den Fach- und Arbeitskräftemangel weiter befeuern. Wir brauchen jetzt einen Abschluss, vor Weihnachten“, so Conny Weißbach weiter.

Ver.di fordert im Einzelhandel 2,50 Euro mehr Entgelt pro Stunde, Ausbildungsvergütungen sollen um 250 Euro angehoben, die Laufzeit des Tarifvertrages um drei Monate verkürzt werden. Darüber hinaus will ver.di ein Mindeststundenentgelt von 13,50 Euro durchsetzen. Im Großhandel hält ver.di 13 Prozent mehr Lohn, eine überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütung und die gemeinsame Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit bei einer Laufzeit von zwölf Monaten für angemessen.

Streikankündigung 8. Dezember 2023
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Insolvenz der Signa-Holding
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Die Presse dazu

Mehr Informationen findet ihr HIER (Tagesschau), HIER (rbb24) und HIER (Textilwirtschaft).

Gericht schützt Sonntagsruhe in Potsdam – Einzelhandel bleibt geschlossen


Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg untersagt der Stadt Potsdam die Sonntagsruhe am zweiten und dritten Advent aufzuheben. Es gibt damit einer Klage der Gewerkschaft ver.di statt.
Die Stadt Potsdam hatte mit einer Verordnung für fast das gesamte Stadtgebiet Sonntagsöffnungen für den ersten und zweiten Advent erlaubt. Begründet wurde die Sonntagsöffnungen mit dem erhöhten Publikumsverkehr durch Weihnachtsmärkte in der Innenstadt und auf dem Babelsberger Weberplatz. Eine Aufhebung der Sonntagsruhe, die fast das gesamte Stadtgebiet umfasst, kann jedoch mit nur lokalen stattfindenden Weihnachtsmärkten nicht begründet werden. Dem entsprechend folgte das Gericht dem Eilantrag der Gewerkschaft ver.di.
„Während die Arbeitgeber den Beschäftigten in der aktuellen Tarifrunde Reallohnverluste aufdrücken wollen, will die Stadt Potsdam sie zur Arbeit am Sonntag verdonnern. Wir sind froh, dass das Gericht dem jetzt einen Riegel vorgeschoben hat. Auch die Beschäftigten im Einzelhandel haben ein Recht auf freie Zeit mit Freunden und Familie – gerade in der Vorweihnachtszeit“ erklärt Conny Weißbach, ver.di-Fachbereichsleiterin Handel für Berlin-Brandenburg.

Nicht verkaufsoffen
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Streik November
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Streik November
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Streik November
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Solange uns die Arbeitgeber auf der Nase rumtanzen, tanzen wir auf der Straße!!! Heute rockten wir die Schönhauser Allee!
Mehr als 950 Streikende auf der großen Kundgebung auf dem Arnimplatz in Berlin-Prenzlauer Berg beim Demo-Zug über die Schönhauser Allee zeigten, was sie von dem Verhalten der Arbeitgeber halten. Wir wollen einen zeitnahen neuen Verhandlungstermin, in dem sie ihre Blockadehaltung endlich aufgeben und ein verhandlungswürdiges Angebot mitbringen!! Ansonsten tanzen wir mit dem Inflationsdrachen auch mitten im Weihnachtsgeschäft.
Insgesamt sind in den nächsten vier Tagen über 1.350 Beschäftigte aus dem Einzel- und Großhandel in Berlin und Brandenburg im Streik. Denn: Ohne uns kein Handel!!!!

Streik November
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Streik November
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Streik November
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Handelsstreik in Berlin und Brandenburg ab 24.11.2023

Tarifrunde Handel: Beschäftigte kämpfen weiter für existenzsichernde Einkommen – Intensiver Austausch im Spitzengespräch mit Handelsverband (HDE) - Gespräche in den Tarifgebieten sollen wieder aufgenommen werden
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft am heutigen Freitag (24.11. 2023) bundesweit wieder 10.000 Beschäftigte des Einzel- und Versandhandels sowie des Groß- und Außenhandels zu Arbeitskampfmaßnahmen auf, um den Druck auf die stockenden Tarifverhandlungen im Handel zu verstärken. Die zweitägigen Verhandlungen im bayrischen Groß- und Außenhandel waren am Mittwochabend trotz intensiver, langdauernder Sondierungen und verschiedener Lösungsvorschläge der ver.di-Tarifkommission von der Arbeitgeberseite abgebrochen worden.
Im Spitzengespräch (23. November) zwischen ver.di und HDE zum Stand der Tarifverhandlungen im Einzelhandel ist deutlich geworden, dass die Lebensrealität der Beschäftigten unterschiedlich bewertet wird. Eine nachhaltige, tabellenwirksame Einkommenserhöhung, die keinen weiteren Reallohnverlust für die Beschäftigten bedeutet, bleibt die strittige zentrale Frage. Positiv ist festzustellen, dass die Arbeitgeber angekündigt haben, ihren Verhandlungsführer*innen in den Ländern zu empfehlen, die Gespräche wieder aufzunehmen. „Die Beschäftigten warten schon zu lange auf eine Lösung des Konflikts und vor allem auf eine Verbesserung ihrer Einkommenssituation“, stellte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Silke Zimmer fest.
Am Gespräch hatten neben ver.di-Bundesvorstandsmitglied Zimmer die Verhandlungsführer*innen der regionalen Tarifkommissionen aus Niedersachsen/Bremen, Mitteldeutschland, Nordrhein-Westfalen und Berlin/Brandenburg teilgenommen. Auf Arbeitgeberseite war die Kernkommission des tarifpolitischen Ausschusses des HDE vertreten. Hintergrund sind die seit Monaten festgefahrene Tarifrunden für den Handel. 
Zuletzt boten die Arbeitgeber im Einzel- und Versandhandel in den Tarifgebieten Mitteldeutschland, Baden-Württemberg, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern für 2023 nach drei Nullmonaten eine tabellenwirksame Erhöhung von sechs Prozent und für 2024 weitere vier Prozent. Der Tarifvertrag soll eine Laufzeit von 24 Monaten haben. Ergänzt wurde das Angebot mit einer Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 750 Euro. 
Im Groß- und Außenhandel sieht das bisherige offizielle Angebot für das erste Tarifjahr nach vier Nullmonaten lediglich eine Erhöhung von 5,1 Prozent und für das zweite Tarifjahr nach drei Nullmonaten 2,9. Prozent vor. Hier wird das Angebot ergänzt durch eine Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 700 Euro pro Jahr.
ver.di fordert in der Tarifrunde 2023 im Einzelhandel 2,50 Euro mehr Gehalt und Lohn pro Stunde. Die Ausbildungsvergütungen sollen je nach Tarifgebiet zwischen 200 Euro bis 250 Euro angehoben werden. Die Laufzeit des Tarifvertrages soll zwölf Monate betragen. Darüber hinaus fordert die Gewerkschaft ein Mindestentgelt von 13,50 Euro pro Stunde. Im Groß- und Außenhandel fordert ver.di eine tabellenwirksame Entgelterhöhung von 13 Prozent für alle Beschäftigten. Die Ausbildungsvergütungen soll je nach Tarifgebiet zwischen 175 Euro und 250 Euro steigen bei einer Laufzeit von ebenfalls zwölf Monaten. 

Organisatorischer Hinweis:
Am 24.11.2023 findet um 10:30 Uhr eine Streikkundgebung mit anschließender Demo statt. Ort für die Kundgebung: Arnimplatz, 10439 Berlin an der Ecke Seelower Str./Schievelbeiner Str. Die Demo zieht anschließend zu den Schönhauser Arkaden.

Handelsstreik 24.11.2023
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STREIKVERSAMMLUNG am 26.10. 2023 im Ver.di Haus

Streikaufruf 11. Oktober 2023
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EINLADUNG zur Streikkundgebung im Einzelhandel am 11.10.2023 ab 11 Uhr.
Wir treffen uns in Potsdam auf dem Stadtplatz (Alter Markt).
Kommt alle und bringt Eure Kolleginnen & Kollegen mit und ladet alle Freunde ein.
Gemeinsam sind wir stark und OHNE UNS KEIN HANDEL & BASTA!
Hier ist der GoogleMapsLink zum Kundgebungsort:

Delegation Streikender aus dem Einzelhandel zum Bundeskongress am 18.09.2023

OHNE UNS KEIN HANDEL & BASTA!

Die fulminante Auftaktkundgebung am 14.09.2023 markiert den Beginn des mehrtägigen Streiks
im Einzelhandel in Berlin-Brandenburg mit insgesamt über 1500 Streikenden. Der Breitscheidplatz bebt unter dem Protest von über 1200 Beschäftigten vor Ort, die sich durch die dreiste Blockadehaltung der Arbeitgeber:innen in der laufenden Tarifverhandlung immer stärker solidarisieren und den Organisationsgrad in kreativer Wut permanent steigern.

Conny Weißbach (ver.di Fachbereichsleiterin Handel Berlin-Brandenburg) verkündet unter großem Beifall, dass der ursprünglich auf drei Tage angesetzte Streik bis 18.09.2023 ausgeweitet wird.
Für Angestellte in den Läden bedeutet dies vier Tage und für Mitarbeiter:innen in den Lagern sogar fünf Tage Streik und diese Botschaft wurde mit Sprechchören gefeiert: „Wir sind es wert!“

Diese streikwirksame Botschaft, die den Druck auf die Arbeitgeberseite deutlich erhöht,verdeutlicht einmal mehr, dass das Fass voll ist und man sich nicht einschüchtern lässt. Unter dem Motto „Alles wird teurer – wir auch!“ skandieren die Arbeitnehmer:innen im Einzelhandel wiederholt in der Hauptstadt und machen unmissverständlich klar:

Die Forderungen von ver.di im Einzelhandel sind berechtigt und ein Einlenken von Arbeitgeberseite ist überfällig. Nicht nur aufgrund anhaltend steigender Inflation sind die Beschäftigten in prekären finanziellen Nöten, nein, auch moralisch und sozial sind ein tabellenwirksames Reallohnplus von 2,50€ pro Stunde, die Laufzeitverkürzung und nicht zuletzt ein langfristiger Ausschluss von Altersarmut überfällig.

In der Coronakrise wurde die Systemrelevanz der Arbeitnehmer:innen im Einzelhandel politisch wie wirtschaftlich überdeutlich und sowohl von Seiten der Arbeitgeber:innen, als auch der Politik argumentativ bis ins Extrem und über das Maß des guten Geschmacks kommuniziert.

Fakt ist! Die unermüdliche Einsatzbereitschaft der Beschäftigten im Einzelhandel hat die Grundversorgung Deutschlands nicht nur während der Pandemie gewährleistet. Es führt kein Weg mehr daran vorbei, dies auch finanziell zu honorieren und das umgehend, also SOFORT und UMFASSEND!!

Die prekären Lebenssituationen durch die aktuellen Arbeitsbedingungen haben die Arbeiter:innen und Angestellten in den folgenden Tagen zu landesweiten und dezentralen Streikaktionen motiviert, die gewerkschaftlich abgesichert und koordiniert wurden.

Neben vielen Aktionen sind die „Filialtour der Grundrechte“ und das „Treffen der Ermutigten“ zu erwähnen. Streikende informieren sich und werden bei ver.di in organisierten Informationstreffen und Schulungen über ihre Grundrechte aufgeklärt. Kolleginnen und Kollegen, die sich den Streiks noch nicht angeschlossen haben, werden an ihren öffentlichen Arbeitsstätten angesprochen und erfolgswirksam eingeladen, mit an Bord zu kommen.

Die letzten Tage haben einmal mehr gezeigt, wie die gewerkschaftliche Solidarität bei ver.di insgesamt maßgeblich dazu beigetragen hat, gemeinsam stark aufzutreten und für Gerechtigkeit einzustehen.

Das Streikschiff ver.di Handel Berlin-Brandenburg ist mit einer soliden Crew auf hoher See und trotzt zielsicher allen Wettern auf dem Weg zu den Ufern eines akzeptablen Tarifabschlusses.

Ein sehr passender Vergleich, denn zeitgleich findet der BUKO statt, der ver.di-Bundeskongress 2023. Dieses Flaggschiff aller ver.di Konferenzen steht unter der Ansage: „Aufstehen für unsere Rechte“!

Eines ist klar: Wir werden unsere Schatzinsel finden und einen goldenen Tarifabschluss heben.
Die Schatzkarte haben wir dabei:
OHNE UNS KEIN HANDEL & BASTA, wa?!

#tarifrunde23
#verdihandelbb
#würdewertwir
#ohneunskeinhandel
#wirsindverdi
#einzelhandel
#wirsindeswert

OHNE UNS KEIN HANDEL & BASTA!

Warnstreik im Einzelhandel Berlin-Brandenburg | Auftaktkundgebung | 14.09.2023 | Breitscheidplatz in Berlin

Wir feiern den Start der kommenden Streiktage im Einzelhandel in der Hauptstadt.

1500 Beschäftigte haben heute in Berlin-Brandenburg die Arbeit niedergelegt!
1200 waren gemeinsam auf dem Breitscheidplatz!

Auf der Kundgebung haben wir beschlossen die Streiks auszuweiten im Einzelhandel.
Wir streiken in den Geschäften nun insgesamt 4 Tage 14.-16. & 18.09.2023.
Wir streiken in den Lagern 5 Tage von 14.-18.09.2023.

Warum?

Ganz einfach!

Die Arbeitgeber blockieren weiter
und wir zeigen wo der Hammer hängt
und erhöhen den Druck und sagen JA! JA! JA!

+ für ein tabellenwirksames ReallohnPLUS!
+ für eine knackige Lohnerhöhung von 2,50€ pro Stunde!
+ eine Laufzeitverkürzung, aber DALLI!
+ für die Abschaffung der Gefahr für Altersarmut durch monetäre Wertschätzung!
+ für mehr Spaß und Freude bei der Arbeit im Handel!

Wir sind viele!

Wir werden mehr!

Wir stehen gemeinsam solidarisch im Handel und handeln STREIKWIRKSAM!

DENN OHNE UNS GIBTS AUCH KEIN KLOPAPIER!

Aber Hallo 😉

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Streik !4 Sept
© Christian von Polentz/transitfoto.de
Streik !4 Sept
© Christian von Polentz/transitfoto.de
Streik !4 Sept
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3. Verhandlungsrunde: Das war wohl nix!


Provokation auf ganzer Linie -
Unternehmen bleiben bei ihrem „verhandlungsunwürdigen Angebot“!

Am 18.08.2023 war die 3. Verhandlung im Berliner & Brandenburger (B-BRB) Einzelhandel.
Noch immer liegt ein inakzeptabler Reallohnverlust auf dem Tisch:
2023
 + 5,3 % nach 3 Nullmonaten ab 01.10.
 + 50 € Ausbildungsvergütung ab 01.09.
 450 € Inflationsausgleichprämie (IAP). Teilzeit
anteilig. 200 € für Auszubildende
 Bereits gezahlte IAP anrechenbar
 Unterste Lohngruppe: 13,00 € ab 01.10.
2024
 + 3,1 % ab 01.07.
 + 3,1 % für Auszubildende ab 01.09.
 Unterste Lohngruppe: 13,50 € ab 01.07.

Die Arbeitgeber hielten es nicht für nötig ein NEUES ANGEBOT vorzulegen
Das ist ein SCHLAG INS GESICHT für jede Verkäufer:in. Ohne ein „verhandlungswürdiges Angebot“ verhindern die Unternehmen eine zügige Reallohnerhöhung, die dringend nötig ist!!!

Mehr dazu im kompletten Flugblatt (s. Download).

Download des Flugblatts dazu

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