Warnstreik bei Alliance Healthcare am 12. Juni 2017

70% der Frühschicht im Streik

  • Kampf um angemessene Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütung im GAH Berlin
  • Forderung: 5,7% mehr

Flugblatt 2 zur Tarifrunde 2017

WAS WAR DAS DENN??? - Arbeitgeber legen Minusangebot vor!

In der 1. Verhandlungsrunde legten die Arbeitgeber des Groß- und Außenhandels ein Angebot vor, das  tatsächlich bedeutet, dass die Arbeitnehmer/innen in den nächsten beiden Jahren Geld verlieren.

Das war ihr Angebot:

  • für  2017 eine Erhöhung um 1,5%
  • für  2018 eine Erhöhung um 1,1%.
  • Gleiches soll für die Azubivergütungen gelten.

Sieht so die Wertschätzung der Arbeitgeber für die Beschäftigten aus?? Die ver.di-Tarifkommission hat dieses „Angebot“ abgelehnt. Bei diesen Erhöhungen wären nicht einmal die Mehrkosten für steigende Preise gedeckt – das heißt, den Beschäftigten geht Geld verloren.

Brav weiterarbeiten für weniger Geld – nicht mit uns!

Forderungsflugblatt Groß- und Außenhandel Berlin-Brandenburg

Die große Tarifkommission für den Groß- und Außenhandel in Berlin und Brandenburg hat die Forderungen für unsere Mitglieder in der kommenden Tarifrunde beschlossen:

  • 5,7 % mehr Lohn und Gehalt. Eine Vorweganhebung der Lohngruppe 1 und 2 und der Gehaltsgruppen 1 und 2 um 70,00 €. Die Lohngruppe 3 und die Gehaltsgruppe 3 sollen um 50,00 € vorweg angehoben werden.
  • Die Ausbildungsvergütungen sollen ebenfalls um 5,7% steigen.
  • Altersvorsorge wird immer wichtiger. Daher fordern wir nur für unsere Mitglieder eine zusätzliche Einmalzahlung in die jeweiligen Altersvorsorgeverträge.
  • 12 Monate Laufzeit ...

Mehr dazu im unten als Download zur Verfügung stehenden vollständigen ver.di-Flugblatts.

Presseinfo zum Streik im Genossenschaftlichen Großhandel Brandenburg

Berlin, 22. Juni 2015
Nr. 173

ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Landesbezirk Berlin-Brandenburg www.bb.verdi.de

P R E S S E I N F O R M A T I O N

Erster Streiktag im Genossenschaftlichen Großhandel Brandenburg

Seit 1 Uhr befinden sich die Kolleginnen und Kollegen der beiden Edeka-Lager in Freienbrink und Mittenwalde im Warnstreik. Beteiligt sind ca. 85% der Beschäftigten der Frühschicht.
Aus diesem Grund konnten nur vereinzelt beladene LKW das Lager verlassen, um Filialen bei Edeka und Edeka Reichelt in Berlin und Brandenburg zu versorgen. Es ist damit zu rechnen, dass insbesondere die Frische-Versorgung in der Region in den nächsten Tagen erheblich gestört sein wird.
Unter den Beschäftigten, die sich nicht am Streik beteiligen, befinden sich überwiegend befristet Beschäftigte.

Hintergrund des Streiks sind die schleppend verlaufenden Tarifverhandlungen im Genossenschaftlichen Großhandel Brandenburg. Nach zwei Verhandlungsrunden haben die Arbeitgeber noch immer kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt. Im Gegenteil fordern sie für magere Entgelterhöhungen Entgegenkommen der Arbeitnehmerseite bei der Samstagsarbeit sowie bei Einsätzen an Heiligabend und Silvester, obwohl diese zum Manteltarifvertrag gehörenden Regelungen aktuell nicht zur Verhandlung anstehen.

Mit diesem Warnstreik haben die Beschäftigten ein deutliches Signal an die Arbeitgeber gesendet, nämlich, dass sie deren Verhalten während der Verhandlungen nicht akzeptieren.

Für Rückfragen:
Uwe Erschens, Verhandlungsführer für den Genossenschaftlichen Großhandel Brandenburg, Mobil 0170 57 33 161

2. Verhandlungsrunde: Einfach unglaublich

Die Arbeitgeber haben in der 2. Runde deutlich gemacht, dass Sie nicht in der Lage sind, ihr Angebot aus der 1. Runde (24 Monate: 2% und 1,5%) zu erhöhen.

1. Unglaublichkeit - 5 Wochen nach dem 1. Termin. So sieht keine Wertschätzung der Beschäftigten aus.

Bekräftigt haben sie ihre Forderungen nach Veränderung der Arbeitszeiten am Samstag und an Hl. Abend und Silvester. Selbst unser Hinweis, dass dies familiär hoch sensible Tage sind, brachten sie nicht davon ab. Die Beschäftigten sollen immer länger arbeiten - auch an solchen Tagen und das für ein kleines Taschengeld.

2. Unglaublichkeit ...

Mehr dazu im unten als Download zur Verfügung stehenden vollständigen Flugblatt.

Tarifinfo 1/2015

... für den Groß- und Außenhandel sowie den genossenschaftlichen Großhandel

>> Alles dazu in der jeweils zweiseitigen Tarifinfo, die unten als Download zur Verfügung steht.

Tarifabschluss für die Beschäftigten im Groß- und Außenhandel Berlin und Brandenburg

2013: Drei Prozent mehr und 2014 weitere  2,1 Prozent mehr

Die Tarifvertragsparteien im Groß- und Außenhandel Berlin und Brandenburg haben sich in der zweiten Verhandlungsrunde auf einen neuen Tarifvertrag verständigt.
Demnach steigen die Löhne und Gehälter der 60.000 Beschäftigten  zum 1. Juli 2013 um drei Prozent. Zum 1. Mai 2014 steigen die Entgelte um weitere 2,1 Prozent. Die Ausbildungsvergütungen werden zum 1. September 2013 um 30 Euro und am 1. September 2014 um weitere 20 Euro erhöht. Zum Mai 2014 erhalten die Beschäftigten zusätzlich eine Einmahlzahlung von 90 Euro. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 30.04. 2015.

ver.di-Verhandlungsführer  Uwe Erschens: "Ein Kompromiss, der sich sehen lassen kann. Die Beschäftigten haben damit ein echtes Plus im Geldbeutel."

Die Forderung der Arbeitgeber nach längeren Arbeitszeiten am Heilig Abend  und Silvester konnten abgewehrt werden. Die Arbeitszeit endet weiterhin spätestens um 13:00 Uhr.

Vorausgegangen waren sehr erfolgreiche Warnstreiks im Pharmazeutischen Großhandel in der vergangenen Woche

Für weitere Fragen steht zur Verfügung
Uwe Erschens  Telefon: 0170/5733161

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