ver.di-Info für die Beschäftigten von Karstadt Sports September 2017

Am 22. September begannen endlich Verhandlungen
TARIFBEWEGUNG ZEIGT FLAGGE IN GESPRÄCHEN UND AUF DER STRASSE

Endlich Verhandlungen: Ganz schön viel öffentlicher Druck von Seiten der Beschäftigten war notwendig, damit am 22. September zwischen der Bundestarifkommission von ver.di für Karstadt Sports und der Arbeitgeberseite verhandelt werden konnte.
Für Tarif- und Arbeitsplatzsicherheit sowie eine sofortige Anhebung der Löhne und Gehälter waren bereits im Frühsommer die Belegschaften einiger Filialen in den Warnstreik getreten. Zuletzt verliehen Kolleginnen und Kollegen von Karstadt Sports mit Streiks in 14 Filialen am 8. und 9. September ihrer Forderung nach Anerkennung der regionalen Flächentarifverträge Nachdruck. Nicht zu übersehen war auch ihre Präsenz bei der zentralen Kundgebung gegen Tarifflucht und für allgemeinverbindliche Tarifverträge, die ver.di im Handel am 9. September in Düsseldorf mit über 2.000 Beschäftigten aus etlichen tariflosen Unternehmen durchführte ...

Mehr dazu in der unten als Download zur Verfügung stehenden vollständigen ver.di-Info.

ver.di-Info für die Beschäftigten von Karstadt Warenhaus - September 2017

Mehr Geld auch für uns?

Das wollen in diesen Tagen verständlicherweise viele Karstadt-Beschäftigte wissen, denn seit 2013 hat es keine Gehaltserhöhung mehr gegeben. Es fehlt an Geld und das damit verbundene höhere Risiko für Altersarmut muss dringend verringert werden!

Nachdem in allen Bundesländern die Tarifrunde für den Einzel- und Versandhandel abgeschlossen ist und die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 2,3 % steigen, fragen sich jetzt viele Kolleginnen und Kollegen, ob es nicht an der Zeit ist, endlich mal wieder eine Gehaltserhöhung zu bekommen.

Mehr Geld ist drin: Regelmäßig verkündet die Geschäftsführung in der Öffentlichkeit und bei internen Veranstaltungen die wirtschaftliche Erholung der Warenhaus GmbH. Und wer maßgeblich dazu beigetragen hat, ist hinlänglich bekannt.

Mehr dazu in der unten als Download zur Verfügung stehenden vollständigen ver.di-Info.

ver.di-Info für die Beschäftigten von Karstadt Sports Juni 2017

DANKE FÜR EURE UNTERSTÜTZUNG!

Beschäftigte von Karstadt Sports engagieren sich für ihren Tarifvertrag. Große Beteiligung im Rahmen der Warnstreiks im Einzelhandel! ...

Mehr dazu im unten als Download zur Verfügung stehenden vollständigen ver.di-Flugblatts.

ver.di-Info für die Beschäftigten von Karstadt Feinkost - Mai 2017

Karstadt Feinkost: Keine Einigung in Sicht. Es wird Zeit für ernsthafte Verhandlungen, meine Herren!!

Was in den Verhandlungen vom 28. April geschehen ist, fällt hinter den Stand von 2016 weit zurück und lässt keinerlei Bereitschaft zum Kompromiss erkennen. Die Forderungen des Arbeitgebers:

  • Keine Tariferhöhung für 3 Jahre
  • weitere 3 Jahre, um das bis dahin erreichte Tarifniveau zu erreichen
  • kein Weihnachtsgeld für 3 Jahre
  • kein Urlaubsgeld für 3 Jahre 
  • keine qualitative Standort- und Beschäftigungssicherung, mit der Arbeitsplätze und Standorte tatsächlich geschützt werden.

Das ist komplett inakzeptabel! ...

Mehr dazu in der unten als Download zur Verfügung stehenden vollständigen Tarifinfo.

 

ver.di-Info für die Beschäftigten von Karstadt Sports April 2017

Belastungsschutz für die Beschäftigten abgelehnt!

Am 24. März fand ein Sondierungsgespräch mit der Geschäftsführung statt. Es war keine Verhandlung. Wir wollten Klarheit finden, ob es überhaupt eine Grundlage für Tarifverhandlungen gibt! Denn Verhandlungen machen nur Sinn, wenn Athleta 2.0 kein einseitiges Kostensenkungsprogramm ohne Sicherheiten für euch als Beschäftigte ist ...

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ver.di-Info für die Beschäftigten von Karstadt - März 2017

Geschafft! - Zukunftstarifvertrag ist unterschrieben -

Was lange währt …
Nach der Einigung auf Eckpunkte für einen Zukunftstarifvertrag bei Karstadt Warenhaus im Dezember 2016 schien die textliche Ausgestaltung nur noch eine Formalität zu sein. Bei einem Treffen am 03. März standen dann aber unvermittelt Eingriffe in bestehende Altersteilzeitverträge und Einschränkungen bei der ver.di-Vorteilsregelung im Mittelpunkt – Themen, die für ver.di zu diesem Zeitpunkt als längst geklärt galten.

Durch massive Nachverhandlungen konnte jetzt endlich ein gültiger Tarifvertragsabschluss erreicht werden ...

Mehr dazu in der unten als Download zur Verfügung stehenden vollständigen ver.di-Info.

 

ver.di-Info für die Beschäftigten von Karstadt Sports März 2017

Kein Verzicht mehr – Einkommen, die zum Leben reichen!

Am 1. März 2017 sind der Geschäftsführung von Karstadt Sports über 1.000 Geschenkkarten aus den Reihen der Beschäftigten überreicht worden. Das Motto: Mein letzter Cent für Sports, mein letzter Cent vor Ort! ...

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ver.di-Info für die Beschäftigten von Karstadt Feinkost - März/April 2017

Du hast es verdient: Die Vorteile des Tarifvertrags bis zum 31. März sichern!

Liebe Kollegin, lieber Kollege,
sicher hast du es schon gehört: die Geschäftsführung hat den gültigen Anerkennungstarifvertrag zum 31. März 2017 gekündigt. Damit will sie sich die Möglichkeit verschaffen, ab dem 1. April 2017 keine der Tarifregelungen mehr zahlen zu müssen. Es ist zu befürchten, dass beim Urlaubs- oder Weihnachtsgeld genauso eingespart werden soll, wie bei der Dauer des Urlaubs oder bei den Zuschlägen. Auch wenn die Geschäftsführung noch nichts Genaueres bekannt gemacht hat: Jetzt musst und kannst du dich absichern ...

Mehr dazu in der unten als Download zur Verfügung stehenden vollständigen ver.di-Info.

 

ver.di-Info für die Beschäftigten von Karstadt Warenhaus - Dezember 2016

TARIFBINDUNG BEI KARSTADT DURCHGESETZT!

Nach über drei Jahren tariflosem Zustand ist es in den Verhandlungen am 1. und 2. Dezember in Frankfurt am Main gelungen, die Tarifbindung bei Karstadt Warenhaus wieder herzustellen. Mit diesem Tarifabschluss konnten die Arbeitsplatzsicherheit sowie die Standortsicherung für alle Beschäftigten in den Filialen für die nächsten 5 Jahre durchgesetzt werden ...

Mehr dazu in der unten als Download zur Verfügung stehenden vollständigen ver.di-Info.

ver.di-Info für die Beschäftigten von Karstadt Warenhaus - November 2016

Es gibt Bewegung! Tarifverhandlungen werden fortgesetzt

Seit der letzten Tarifverhandlung am 4. August 2016 in München haben die Arbeitgeber die Verhandlungen ohne erkennbaren Grund  verzögert; jetzt scheint endlich wieder  Bewegung in Sicht!

Mehr dazu im unten als Download zur Verfügung stehenden vollständigen Flugblatt.

ver.di-Info für die Beschäftigten von Karstadt Feinkost - August 2016

ver.di Bundestarifkommission und Gesamtbetriebsrat machen deutlich:
FairHandeln bedeutet Beschäftigung sichern, Standorte erhalten, Tarifbindung

Am letzten Mittwoch fanden in der Kölner Zentrale erneut Verhandlungen zum Abschluss eines Zukunftstarifvertrags für KaFein statt. Die Mitglieder unserer Bundestarifkommission sind in der Hoffnung angereist, dass wir endlich einen belastbaren Kompromiss erreichen können. Wir wollen und wir brauchen einen Tarifabschluss, der für alle Beschäftigten die Sicherheit des Arbeitsplatzes erhöht und Klarheit schafft, wie es mit unserem Einkommen und der zukünftigen Tarifbindung weitergeht. Die Erwartungen waren hoch, die Bilanz des Verhandlungstages ist aber mehr als ernüchternd: Es gibt keine Einigung. Auch die bis zur Verhandlung mit ver.di erzielten Absprachen hatten keinen Bestand mehr. Streitpunkt ist und bleibt der Umfang und die Reichweite der Standort- und Beschäftigungssicherung ...

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ver.di-Info für die Beschäftigten von Karstadt - Juli 2016

Karstadt-Beschäftigte wollen endlich zurück in die Tarifbindung!

»Wir verdienen wieder Geld an der Ladenkasse«.
Mit der Neueröffnung einer Filiale in Berlin-Tegel» betreten wir einen neuen Abschnitt in der Karstadt-und Einzelhandelsgeschichte in Deutschland«.

Die Geschäftsführung der Karstadt Warenhaus GmbH in Person von Miguel Müllenbach und Dr. Stefan Fanderl verkündet über alle Medien, dass Karstadt sich auf dem Weg der Besserung und Gesundung bewegt.

Die Beschäftigten haben diese Ankündigungen erfreut zur Kenntnis genommen. Für uns stellt sich allerdings die Frage, wann auch wir an der positiven Entwicklung beteiligt werden, für die wir in den letzten Jahren so viel getan haben.

Wann steigen unsere Einkommen endlich mal wieder? Wann und wie wird die Rückkehr in die volle Tarifbindung verbindlich geregelt? Wie sollen die Regelungen zur Standort- und Beschäftigungssicherung aussehen? Diese Fragen hat die Bundestarifkommission Karstadt auf ihrer Sitzung am 7. Juli 2016 in Kassel umfassend diskutiert. Herausgekommen ist ein Eckpunktepapier zur Standort- und Beschäftigungssicherung, das unter der Überschrift »Zukunftstarifvertrag Karstadt Warenhaus« einstimmig verabschiedet wurde ...

Mehr dazu in der unten als Download zur Verfügung stehenden vollständigen Info.

 

ver.di-Info für die Beschäftigten von Karstadt - März 2016

Karstadt-Beschäftigte wollen keine Trostpflaster, sondern Tarifbezahlung

»Die Beschäftigten im Verkauf sollen motiviert werden, den Umsatz bei Karstadt anzukurbeln«, so lautet gerade die Begründung der Geschäftsleitung für die beabsichtigte schnelle Einführung einer Verkaufsprämie. Schon diese Begründung ist ein Schlag ins Gesicht aller Beschäftigten. Scheinbar nehmen die Herren in der Essener Zentrale immer noch nicht wahr, dass alle Kolleginnen und Kollegen von Karstadt jeden Tag trotz Tarifflucht gute Arbeit leisten ...

Mehr dazu in der unten als Download zur Verfügung stehenden vollständigen Info.

ver.di-Info für die Beschäftigten von Karstadt - März 2016

Ernsthaftes Verhandeln GEHT ANDERS!

Am Donnerstag der vergangenen Woche fanden in Kassel wieder Tarifverhandlungen für die Karstadt Warenhaus GmbH statt. Die Mitglieder der ver.di-Tarifkommission waren mit großen Erwartungen angereist. Hatte doch die Geschäftsführung im Weihnachtsgeschäft publikumswirksam versprochen, dass jetzt die Zeit gekommen ist, etwas zurückzugeben, weil Karstadt es wieder kann. Und was für Mami als Kundin gilt, gilt ja wohl erst Recht für die Beschäftigten. Deswegen hätte man erwarten können, dass die Arbeitgeber sich endlich mit uns gemeinsam auf den Weg zurück in die volle Tarifbindung machen ...

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ver.di-Info für die Beschäftigten von Karstadt - Febr. 2016

Wie ernst nimmt Karstadt unsere Tarifverhandlungen?

Im Dezember startete Karstadt eine Aktion unter dem Titel »Mutti ist die Beste«. Ob das Familienbild der 50er Jahre heute noch passt, darf bezweifelt werden. Uns jedenfalls lässt solch eine Aktion befürchten, dass die Geschäftsleitung immer noch vom Gestern träumt und in der Vergangenheit lebt. Wer Karstadt zu einem zeitgemäßen modernen Warenhaus machen will, das endlich wieder auf Erfolgskurs kommt, sollte aber heute bereits für morgen planen. Eine hierzu passende Aktion sieht anders aus ...

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ver.di-Info für die Beschäftigten von Karstadt Sports

Erste echte Tarifverhandlungen bei Karstadt Sports
Wir wollen endlich Klarheit!

Am Dienstag vergangener Woche fanden weitere Tarifverhandlungen über die Tarifrückkehr von Karstadt Sports statt. Wobei die Formulierung »weitere« nicht ganz richtig ist, denn eigentlich waren es die ersten wirklichen Verhandlungen. Zum ersten Mal saß auf der Arbeitgeberseite die Geschäftsführung von Sports. Ein aus unserer Sicht später, aber trotzdem richtiger Schritt ...

Mehr dazu in der unten als Download zur Verfügung stehenden vollständigen ver.di-Info.

 

 

ver.di-Info für die Beschäftigten von Karstadt Warenhaus

Der Worte sind genug gewechselt!
Jetzt zählen vor allem Taten

Am 13. Mai 2013 hat die Geschäftsleitung von Karstadt die Tarifflucht verkündet. Seit zweieinhalb Jahren wird alles teurer, aber unser Gehalt bleibt auf dem Stand von 2013. Es reicht! Gerade erst erklärt die Geschäftsleitung, dass Karstadt endlich wieder auf einem guten Weg ist. Das muss jetzt auch endlich bei den Beschäftigten ankommen. Deswegen erwarten wir von den nächsten Tarifverhandlungen am 1. Dezember 2015 verbindliche Ergebnisse ...

Mehr dazu in der unten als Download zur Verfügung stehenden vollständigen Info für Karstadt Warenhaus.

ver.di-Info für die Beschäftigten von Karstadt Warenhaus

Nach über 2 Jahren Tarifflucht wollen wir endlich einen Tarifvertrag
Weihnachten wird mit Tarif erst
schön: Der Rest des Jahres auch!

In der vorigen Woche trafen sich die Mitglieder der Bundestarifkommission von Karstadt mit der Arbeitgeberseite zu Tarifverhandlungen. Nach 2,5 Jahren Tarifflucht war das Ziel auf unserer Seite schnell klar: Die Beschäftigten brauchen endlich wieder das Recht auf Tarifbindung.

Mehr dazu in der unten als Download zur Verfügung stehenden vollständigen Info für Karstadt Warenhaus.

Tarifverhandlungen bei Karstadt ergebnislos vertagt

Die Tarifverhandlungen für Karstadt sind am heutigen Dienstagabend erneut ergebnislos vertagt worden. „Obwohl Karstadt in den letzten Tagen betont hat, dass sich die Geschäftsergebnisse verbessern, waren die Arbeitgeber heute nicht bereit, sich in wesentlichen Punkten der Tarifrückkehr anzunähern ..."

Mehr dazu in der unten als Download zur Verfügung stehenden vollständigen Medieninfo.

Abschlussinfo Juli 2015 KaDeWE Berlin

Darf‘s n bisschen mehr sein?
Tariferhöhung und Ost-West-Stufenplan

Lange haben sich die Arbeitgeber verweigert. Doch jetzt haben die Aktionen und Streiks gewirkt: ver.di und Handelsverband verständigten sich am 14. Juli 2015 auf folgenden Tarifabschluss für Berlin:

· 2,5 % mehr Geld ab 1. Oktober 2015

· 2,0 % mehr Geld ab 1. Juli 2016

· Gleiche Steigerungen, etwas aufgerundet für Ausbildungsvergütungen, jeweils zum 1. September

· Gut für Berlin: Sonderzahlungen (Urlaubs- und Weihnachtsgeld) in Berlin/Ost werden beginnend in diesem Jahr in Stufen bis 2018 vollständig an das Westberliner Niveau angeglichen ...

Mehr dazu in der unten als Download zur Verfügung stehenden vollständigen Info.

ver.di kritisiert geplanten Stellenabbau und Sparpolitik bei Karstadt-Tochter Perfetto

Mit Unverständnis reagiert die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) auf die Ankündigung, dass bei der Karstadt-Tochter Perfetto Stellen gestrichen werden und die verbleibenden Beschäftigten für mehrere Jahre auf Tarifsteigerungen sowie auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld verzichten sollen ...

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ver.di-Info für die Beschäftigten von Karstadt Warenhaus und Sports

Unser gemeinsames Handeln hat einen ersten Erfolg:
Das Urlaubsgeld 2015 wird im Juli gezahlt!

Mehr dazu in den unten als Download zur Verfügung stehenden vollständigen Infos für Karstadt Warenhaus und Sports.

Medieninfo vom 17. Juni

Gesamtbetriebsrat und Bundestarifkommission Karstadt: Beschäftigte brauchen sichere Rahmenbedingungen und eine Zukunftsperspektive

Auf ihrer gemeinsamen Sitzung haben sich die Mitglieder des Gesamtbetriebsrats und der Bundestarifkommission von Karstadt mit der neuen Eigentümersituation der deutschen Warenhausunternehmen auseinandergesetzt. Dabei wurde mit Blick auf die Beschäftigten von Kaufhof die jetzt getroffene Entscheidung hinsichtlich des Verkaufs an die Hudson‘s Bay Company begrüßt.
Arno Peukes, ver.di-Verhandlungsführer: „Gerade die Karstadt-Beschäftigten wissen, welche Unsicherheiten für Beschäftigte mit angekündigten Verkäufen einhergehen ...

Mehr dazu in der unten als Download zur Verfügung stehenden vollständigen Medieninfo.

Tarifverhandlungen vertagt

Tarifverhandlungen bei Karstadt erneut vertagt - ver.di erwartet Bewegung der Arbeitgeberseite

Die Tarifverhandlungen bei Karstadt sind am Freitagabend erneut vertagt worden. "Die Gespräche sind nach der einseitigen Entscheidung der Eigentümerseite, weitere fünf Filialen zu schließen, nicht einfacher geworden ...

Mehr dazu in der unten als Download zur Verfügung stehenden vollständigen Medieninfo.

Medieninfo zur Schließung weiterer Karstadt-Häuser

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

auf der heutigen a.o. Sitzung des Aufsichtsrates Karstadt wurde mehrheitlich gegen die Stimmen der ver.di ArbeitnehmerInnen der Beschluss zur Schließung von 5 Filialen einschließlich der dort angesiedelten LeBuffet und Perfetto gefasst. Dabei handelt es sich um die Standorte:

- Dessau (zum 31.3.16),
- Neumünster (zum 30.6.16)
- Recklinghausen (zum 30.6.16)
- Bottrop (zum 31.3.16)
- Mönchengladbach-Rheydt (zum 30.6.16)

Insgesamt werden damit weitere rund 540 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verlieren.

Wir haben in der Diskussion des Aufsichtsrats deutlich gemacht, dass dieser Beschluss falsch ist. Mit einem zukunftsfähigem Konzept und einen an den regionalen Bedingungen angepasstem Warensortiment hätte es auch für diese Filialen die Möglichkeit gegeben, sich zu behaupten. Leider spielte diese ökonomische Sichtweise eine untergeordnete, die Immobilienverwertungssichtweise die übergeordnete Rolle ...

Mehr dazu in der unten als Download zur Verfügung stehenden Medieninfo.

Zukunftstarifvertrag bei der KaDeWe-Group

Tarifinfo April/Mai 2015

Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Die Mitglieder der Tarifkommission haben am 16. April dem Zukunftstarifvertrag zugestimmt!
Damit steht fest:
1. Das Unternehmen kehrt nach fast zweijähriger Tarifflucht jetzt in die Tarifbindung zurück. Alle Flächentarifverträge (Entgelt, Mantel, Altersvorsorge) sind wieder in Kraft. Einschränkungen gibt es noch bei der Anpassung der Entgelte und bei der Jahresabschlussvergütung, die stufenweise abgebaut werden.
2. Betriebsbedingte Kündigungen sind für die Laufzeit des Zukunftstarifvertrags, also bis zum 30. September 2018, ausgeschlossen.
3. Beschäftigte und Betriebsrat werden am Projekt „Premium-Warenhaus der Zukunft“ beteiligt ...

Mehr dazu in der unten als Download zur Verfügung stehenden vollständigen Tarifinfo.

ver.di-Info für die Beschäftigten von Karstadt Warenhaus und Sports

Das Maß ist voll!

In den letzten Tarifverhandlungen vom 10.04.2015 und in der GBR-Sitzung am 14.04.2015 haben die Verhandlungsführer der Arbeitgeber Herr Dr. Seitz und Herr Dr. Gottschlich sowie die Geschäftsführung mit Herr Dr. Fanderl und Herr Müllenbach unmissverständlich klar gemacht, dass die Zumutungen und Forderungen gegen die Kolleginnen und Kollegen/Beschäftigten weitergehen. Gleiches musste auch der GBR Sports in seinen Sitzungen mit der Geschäftsführung erfahren ...

Mehr dazu in der unten als Download zur Verfügung stehenden vollständigen Info.

ver.di-Info für die Beschäftigten von Karstadt Warenhaus

In den Tarifverhandlungen wurde deutlich:
Arbeitgeber planen weitere Schließungen und Personalabbau

Am vergangenen Freitag hat die Arbeitgeberseite in den Verhandlungen zur Tarifrückkehr von Karstadt Warenhaus deutlich gemacht, dass für sie das Thema Standortschließungen und Personalabbau noch lange nicht vorbei ist ...

Mehr dazu in der unten als Download zur Verfügung stehenden vollständigen Info.

ver.di-Info für die Beschäftigten von Karstadt Sports

In den Tarifverhandlungen wurde deutlich:
Arbeitgeber planen Schließung von Filialen und Personalabbau

Am vergangenen Freitag fanden in Berlin die Tarifverhandlungen zur Rückkehr von Karstadt Sports in die Tarifbindung statt. Unsere ver.di-Verhandlungskommission hat dabei deutlich gemacht, dass wir jetzt endlich die Sicherheit der Arbeitsplätze und der tariflichen Einkommen wollen. Doch während die örtlichen Filialverantwortlichen oft ein rosarotes Bild von der Situation bei Karstadt Sports malen, präsentierte die Arbeitgeberseite am Freitag ganz andere Farben ...

Mehr dazu in der unten als Download zur Verfügung stehenden vollständigen Info.

ver.di-Info für die Beschäftigten

Am 24. Februar ist die nächste Tarifverhandlung für die KaDeWe Group:
Wer jeden Tag gute Arbeit leistet, hat auch gute Tarife verdient!

Seit Mai 2013 bekommen die Beschäftigten in allen Karstadt-Unternehmen keine Tariferhöhung mehr. Seit diesem Termin ist auch die KaDeWe Group ohne Tarifbindung.

>> Mehr dazu in der vollständigen ver.di-Info, die unten als Download zur Verfügung steht.

ver.di-Information für die Beschäftigten

Februar 2015
Heute schon für die Zukunft handeln
POSTKARTENAKTION "WARENHAUS2020: GUTE BERATUNG - BESTER SERVICE

Seit Anfang Januar ist die Katze aus dem Sack: Mit ihrem Konzept für eine neue Vertriebsstruktur hat die Geschäftsleitung von Karstadt deutlich gemacht, dass sie in den Verhandlungen mit dem GBR und der ver.di-Bundestarifkommission vor allem eins durchsetzen will: Personalkostenabsenkungen. Scheinbar nach dem Motto: Koste es, was es wolle ...

>> Mehr dazu in der vollständigen ver.di-Info, die unten als Download zur Verfügung steht.

Karstadt ist ein Warenhaus, kein Discounter!

Während gerade erst der Informationsaustauschzwischen Gesamtbetriebsrat und Geschäftsleitungüber Interessensausgleich und Sozialplan begonnen hat, scheinen sich einige Filialverantwortliche als besonders eifrig auszeichnen zu wollen.

So gibt es immer wieder Berichte, dass Beschäftigte ins Büro geholt werden, um eine Veränderung ihres Arbeitsvertrags zu unterzeichnen ...

>> Mehr dazu in der vollständigen ver.di-Info, die unten als Download zur Verfügung steht.

Pressemitteilung vom 10. Dezember.

Tarifverhandlungen bei Karstadt – Beschäftigte der sechs Schließfilialen erhalten rückwirkend mehr Geld

In den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des Karstadt-Konzerns haben sich am Mittwoch die Arbeitnehmer- und die Arbeitgeberseite darauf geeinigt, dass für die rund 330 Beschäftigten der sechs Karstadt-Filialen, die geschlossen werden sollen, rückwirkend die jeweiligen regionalen Flächentarifverträge gelten. „Damit werden die Kolleginnen und Kollegen wieder an die Tarifentwicklung angekoppelt, erhalten ein höheres Entgelt und entsprechend auch Arbeitslosengeld. Die Schließung der Filialen und die drohende Arbeitslosigkeit bleiben natürlich für jeden einzelnen Beschäftigten nach wie vor bitter. Wir hätten uns gewünscht, dass es auch für die Beschäftigten dieser sechs Filialen eine Perspektive gegeben hätte“, sagte Arno Peukes, Verhandlungsführer der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di).

>> Mehr dazu in der unten als Download zur Verfügung stehenden vollständigen Pressemitteilung.

Medieninfo Karstadt vom 17.11.2014

Tarifverhandlungen zu Karstadt werden in der zweiten Dezemberwoche fortgesetzt

Die Tarifverhandlungen für die Unternehmen Karstadt Warenhaus, Sports und KaDeWe-Group sind am Montag ohne Ergebnis vertagt worden. Die Verhandlungen sollen am 9. Dezember 2014 fortgesetzt werden.

In der zurückliegenden Verhandlungsrunde sei – wie mit dem Arbeitgeber verabredet – die ausführliche Bestandsaufnahme, diesmal vorrangig zur KaDeWe-Group und zu den Konzepten für die Karstadt Warenhäuser, vorgenommen worden, ohne dass strittige Punkte und Forderungen bereits vertiefend diskutiert worden seien, berichtete Arno Peukes, Verhandlungsführer der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di). Dies stehe nun in den anstehenden Gesprächen in der zweiten Dezemberwoche bevor.

ver.di fordert in den Verhandlungen für die Beschäftigten der drei Unternehmen die Wiederherstellung der Tarifbindung sowie eine Standort- und Beschäftigungssicherung.

Medieninfo Karstadt vom 02.11.24

M e d i e n i n f o r m a t i o n

ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Bundesvorstand www.verdi.de

Beschäftigte bei Karstadt brauchen eine Zukunft und keinen rücksichtslosen Sanierungskurs

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) übt scharfe Kritik an den Plänen für den Umbau von Karstadt und den Umgang mit den Beschäftigten, den die neue Geschäftsführung an den Tag legt. Nachdem auf der Aufsichtsratssitzung am 23. Oktober beschlossen worden war, sechs Standorte von Karstadt zu schließen, kündigte der neue Karstadtchef Stephan Fanderl einen Tag später in den Medien die mögliche Schließung von weiteren acht bis zehn Filialen an. Am Freitag, 31. Oktober, wurde Herr Fanderl dann mit Äußerungen zitiert, dass alle Karstadt-Filialen nur bis Mitte 2015 Zeit haben sollen, wieder schwarze Zahlen zu schreiben.

"Wir beobachten, dass die Karstadt-Führung scheibchenweise schlechte Nachrichten verkündet. Das erweckt bei den Beschäftigten den Eindruck, man wolle sie bewusst mürbe machen. Die ist nicht nur gegenüber den verdienten Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen von Karstadt zutiefst unfair, sondern vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft auch absolut kontraproduktiv", sagte Stefanie Nutzenberger, ver.di-Bundesvorstandsmitglied. "Die Entscheidung, in Stuttgart ein Karstadt-Haus in bester Lage zu schließen, und die offensichtlichen Pläne, in Nürnberg Flächen aus dem Warenhaus an andere Anbieter abzugeben, sprechen nicht dafür, dass es darum geht, ein Warenhauskonzept zu verwirklichen. Vielmehr entsteht der Eindruck, dass das Interesse an den Immobilien und eine rücksichtslose Sanierung auf dem Rücken der Beschäftigten im Vordergrund stehen", so Nutzenberger weiter.

Unzufrieden zeigt sich das ver.di-Bundesvorstandsmitglied auch mit dem vorgestellten Konzept für die zukünftige Ausrichtung der Warenhäuser. "Das Konzept wird aus unserer Sicht den Anforderungen für die Gestaltung der Zukunft eines erfolgreichen Warenhauses nicht annähernd gerecht. Man setzt bei Karstadt stattdessen derzeit ausschließlich auf eine Sanierung auf dem Rücken der Beschäftigten.
Erst für die Zeit danach gibt es ein luftiges Versprechen, zu investieren und die neu angedachten Konzepte für Karstadt umzusetzen.
Das ist mit Blick auf die wirtschaftliche Situation des Unternehmens und die Herausforderungen, vor denen Karstadt steht, nicht nachvollziehbar, fahrlässig und eine Zumutung für alle Beschäftigten."

Nutzenberger forderte, dass ein wirkliches Zukunftskonzept für Karstadt jetzt umgesetzt werden müsse. "Dafür braucht es umgehend eine genaue Analyse des regionalen Umfelds und der lokalen Kundenwünsche. Man muss die Beschäftigten mit all ihrem Wissen und ihren Kompetenzen in solch einen Prozess einbinden und es müssen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass die Kunden tatsächlich in den Mittelpunkt rücken. Dafür aber braucht es mehr und nicht immer weniger Beschäftigte auf der Fläche, die kompetenten Service und Beratung anbieten. Ohne die Expertise einer ausreichenden Anzahl von Beschäftigten gräbt man einem erfolgreichen Warenhauskonzept von vorneherein das Wasser ab. Ohne Investitionen und ohne die Möglichkeit, dass einzelne Filialen ausreichend Zeit bekommen, sich mit einem neuen, tragfähigen Konzept und den dafür nötigen Finanzmitteln am Markt zu behaupten, wird jede zuvor gemachte Darstellung, die Häuser sollten noch eine Chance bekommen, zur Farce", sagte Nutzenberger.

ver.di-Medieninfo Karstadt vom 23. Okt. 2014

ver.di: Häuserschließungen und Entlassungen bei Karstadt sind der falsche Weg

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) sowie der Gesamtbetriebsrat von Karstadt üben Kritik an den heute auf der Karstadt-Aufsichtsratssitzung gefassten Beschlüssen, zwei Karstadt-Filialen, zwei Karstadt-Schnäppchenmärkte sowie zwei K-town-Filialen von Karstadt zu schließen und darüber hinaus 2.000 weitere Arbeitsplätze abzubauen. Aus Sicht der Gewerkschaft sowie des Gesamtbetriebsrats bleiben zudem in dem Konzept für Karstadt, das heute vom Management in Grundzügen vorgestellt wurde, wesentliche Anforderungen unberücksichtigt.

Für die Beschäftigten ist das heute ein bitterer Tag. Erneut werden sie für die Managementfehler der letzten Jahre bestraft. Statt genaue Ursachenforschung zu betreiben, warum Karstadt in der Krise ist, wird überstürzt die Entscheidung gefällt, einzelne Filialen zu schließen und in weiteren Filialen noch mehr Personal abzubauen“, sagte Stefanie Nutzenberger, ver.di-Bundesvorstandsmitglied und zuständig für den Handel.

Ein tragfähiges Konzept braucht detaillierte Aussagen darüber, wie für jede einzelne Filialen eine Trendwende geschafft werden soll. Dazu gehören unter anderem detaillierte Aussagen über Investitionsbedarfe und deren Finanzierung. Stattdessen wird wie in der Vergangenheit als erster Reflex eine Kostenreduzierung ausschließlich auf dem Rücken der Beschäftigten durchgeführt, statt Weichenstellungen für eine wirklich tragfähige Zukunft von Karstadt vorzunehmen. Wer Karstadt wieder zu einem erfolgreichen Unternehmen machen will, muss an der Stärke des Warenhauses und jeder einzelnen Filiale ansetzen. Im Unterschied zum Onlinehandel funktionieren Warenhäuser vor allem über eine qualifizierte Beratung für die Kunden. Dafür braucht es mehr Beschäftigte auf der Fläche und nicht immer weniger“, sagte Nutzenberger.

„Die Betriebsräte der Filialen haben in den letzten Jahren immer wieder deutlich gemacht, welche strategischen Korrekturen notwendig sind. Leider erfolglos. Nun sind wie immer die Beschäftigten die Leidtragenden. Die heute getroffenen Entscheidungen nehmen vielen von ihnen ihre Existenzgrundlage. Das ist bitter und uns bleibt nur, in den anstehenden Verhandlungen all unsere Möglichkeiten zu nutzen, um für die betroffenen Kolleginnen und Kollegen eine Perspektive zu schaffen“, sagte Hellmut Patzelt, Gesamtbetriebsratsvorsitzender von Karstadt. Sehr bedauerlich sei darüber hinaus, dass die neuen Konzepte ohne die Kenntnisse der Beschäftigten und der Arbeitnehmervertreter erarbeitet worden seien.

dpa: Hat Karstadt eine Zukunft?

dpa, Do, 23.10.2014, 7:00

Hat Karstadt eine Zukunft? Vieles hängt von René Benko ab  - Von Erich Reimann

Banges Warten bei 17 000 Karstadt-Beschäftigten: Der Aufsichtsrat berät am Donnerstag über die Zukunft der sanierungsbedürftigen Warenhauskette. Wird am Ende des Treffens das Aus für eine große Zahl der Häuser verkündet?

Essen (dpa) - Im Sommer hat René Benko die angeschlagene Warenhauskette Karstadt übernommen, zwei Monate später fürchtet die Belegschaft das Schlimmste. Das Treffen des Aufsichtsrats am Donnerstag wird mit Spannung erwartet.

Wie schlecht geht es Karstadt?

Ziemlich schlecht. Die Karstadt Warenhäuser schreiben seit Jahren rote Zahlen. Allein in den Geschäftsjahren 2011/2012 und 2012/2013 summierten sich die Verluste der Karstadt Warenhaus GmbH unter dem Strich auf fast 300 Millionen Euro. Und auch in dem Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/2014 verbrannte das Unternehmen Geld, wie Interimschef Miguel Müllenbach in einem dem Branchenfachblatt «Der Handel» vorliegenden Brief an die Karstadt-Mitarbeiter berichtete. «Das hinter uns liegende Geschäftsjahr gehört mit zu den schwierigsten in der Geschichte von Karstadt», schreibt Müllenbach.

Was bedeutet das für die Arbeitnehmer?

Die 17 000 Karstadt-Beschäftigten müssen sich wohl auf harte Einschnitte einstellen. Nach Angaben von Verdi-Verhandlungsführer Arno Peukes plant die Karstadt-Spitze den Abbau von rund 2000 Arbeitsplätzen - in der Zentrale und in den 83 Warenhäusern. Mögliche Filialschließungen seien dabei noch gar nicht berücksichtigt. Verdi zufolge will die Unternehmensleitung außerdem längere Arbeitszeiten und Einschnitte beim Urlaubs- und Weihnachtsgeld durchsetzen. Die Gewerkschaft hat bereits ihren Widerstand gegen das «Horrorpaket» angekündigt. Der Handelsexperte Gerd Hessert von der Universität Leipzig glaubt jedoch, dass die Arbeitnehmer am Ende Zugeständnisse machen müssen: «Es geht ums Ganze bei Karstadt. Da ist es besser, 65 Prozent der Arbeitsplätze zu erhalten, als Karstadt ganz zu verlieren.»

Was sind die Ursachen für den Niedergang von Karstadt?

Das Modell Warenhaus hat in den vergangenen Jahren immer mehr an Glanz verloren. Einkaufszentren wie die «Mall of Berlin» oder das «Centro» in Oberhausen erscheinen vielen Verbrauchern attraktiver. Außerdem haben sich Konkurrenten wie H&M, Zara und zuletzt Primark mit preiswerten, schnell wechselnden Kollektionen einen immer größeren Teil des Einkaufsbudgets der Verbraucher gesichert. Und auch auf den boomenden Online-Handel hat das Unternehmen bislang keine Antwort gefunden. Zusätzlich setzten Managementfehler dem Unternehmen zu.

Was ist schief gelaufen an der Unternehmensspitze?

Vier Jahre lang gehörte Karstadt dem deutsch-amerikanischen Investor Nicolas Berggruen. Im Rückblick erscheinen sie als verlorene Jahre für Karstadt. Die meisten Handelsexperten sind sich einig, dass bei dem Traditionsunternehmen in dieser Zeit viel zu wenig investiert wurde. Doch auch bei der Personalpolitik hatte Berggruen eine unglückliche Hand. Der von ihm berufene, bis Ende 2013 amtierende Karstadt-Chef Andrew Jennings versuchte, Karstadt mit der Brechstange ein jugendlicheres Image zu verpassen. Er setzte auf neue trendige Marken und gab ganze Sortimentsbereiche wie etwa Elektronik auf. Das verschreckte die ältere Stammkundschaft. Neue Zielgruppen wurden dennoch nicht im erhofften Umfang erreicht.

Wie könnte Karstadts Zukunft aussehen?

Eine schwierige Frage. Der neue Eigentümer René Benko schweigt bis jetzt zu seinen Plänen. Nach der ersten Aufsichtsratssitzung nach dem Eigentümerwechsel stand lediglich fest, dass Filialschließungen für die Konzernspitze kein Tabu mehr sind. Konkrete Beschlüsse wurden aber zunächst nicht gefasst. Dabei hatte Karstadt-Aufsichtsratschef Stephan Fanderl bereits vor einigen Monaten signalisiert, das Unternehmen mache sich «berechtigte Sorgen um die Profitabilität von mehr als 20 Häusern».

Ist also bald mit einer Schließungswelle zu rechnen?

Nicht unbedingt. Handelsexperte Hessert etwa glaubt nicht, «dass die Karstadt-Führung kurz vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft eine große Zahl von Filialschließungen ankündigt». Wenn überhaupt werde es einige wenige große Verlustbringer treffen. «Alles andere würde die Marke beschädigen», meint er. Auch Peukes erwartet bei der Sitzung des Kontrollgremiums keine Schließungsbeschlüsse.

Tariftelegramm

Kurzinformation zu den Tarifverhandlungen Karstadt am 21.10.2014

Wie bereits in der letzten Verhandlungsrunde mit der Arbeitgeberseite verabredet, wurden die Tarifgespräche am 21.10.2014 mit dem Thema Unternehmensplanung und Strategie Sports fortgesetzt. Nachdem in der letzten Runde die Situation bei Karstadt ausführlich behandelt wurde, legte die Arbeitgeberseite nun auch ihre Ziele für Sports vor. Dabei ging es ausgehend von der wirtschaftlichen Situation im Kern vorrangig um beabsichtigte Kosteneinsparungen im Unternehmen. Dabei spielt der Personalbereich wieder einmal eine hervorgehobene Rolle. Die Arbeitgeber untermauerten ihre Absicht analog wie bei Karstadt Warenhaus, für die nächsten 3-5 Jahre weiterhin keine Tariferhöhungen weiterzugeben und auch mit Ausnahme von 2014 in diesem Zeitraum das Urlaubsgeld und die tarifliche Sonderzuwendung (Weihnachtsgeld) streichen zu wollen. Begründet wurde dies mit der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens, die darüber hinaus auch Personalabbau überwiegend im Zentralbereich notwendig mache. Ebenso kündigte man an, problematische Standorte genauer prüfen zu wollen.

Von der Tarifkommissionen wurde das Ansinnen nach Personalabbau und den Eingriff in tarifliche Ansprüche erneut zurückgewiesen und unsere Forderung iner sofortigen Tarifbindung sowie Standort- und Beschäftigungssicherung unterstrichen. Außerdem wurde auch für Sports verlangt, überhaupt erst ein wirkliches Zukunftskonzept vorzulegen.

Die Verhandlungen wurden auf den 17.11.2014 vertagt. Dort wird es dann zum einen um die strategische Ausrichtung und Planung bei Premium gehen. Außerdem ist dann auch beabsichtigt, der Tarifkommission die angeforderten Zukunftskonzepte vorzustellen. Auf der Grundlage der dann vorliegenden Informationen für alle drei Unterneh-men wird es dann von der Tarifkommission zu einer Gesamtbewertung der Situation und Entscheidung über das weitere Vorgehen geben.

Für die ver.di Tarifkommission
Arno Peukes
Rüdiger Wolff

Wirtschaftswoche: Askese als Dauerzustand

WiWo, 21.10.2014
Askese als Dauerzustand - Bei Karstadt wird seit Jahren Verzicht gepredigt. Zum Artikel  >>
Dazu auch in der Berliner Zeitung und der MAZ online weitere infos.

dpa: Karstadt kündigt tiefe Einschnitte an

dpa, Di, 21.10.2014, 18:07
Karstadt kündigt tiefe Einschnitte an - Tarifverhandlungen vertagt Karstadt nimmt Kurs auf eine harte Sanierung. Mit dieser Botschaft stimmt das angeschlagene Warenhausunternehmen seine 17 000 Beschäftigten auf «einschneidende Veränderungen» ein. Doch es gibt auch Hoffnung. Die Tarifverhandlungen wurden ergebnislos vertagt.
Essen/Göttingen (dpa) - Kurz vor der dem mit Spannung erwarteten Treffen des Karstadt-Aufsichtsrats hat Interimschef Miguel Müllenbach die Belegschaft der Warenhauskette nach einem Medienbericht auf tiefe Einschnitte eingestimmt. Die Sanierung werde «einschneidende Veränderungen» nach sich ziehen, nicht zuletzt auch durch «entschiedene Einsparungen von Personal- und Sachkosten», zitierte das Fachmagazin «Der Handel» am Dienstag aus dem Schreiben. Ein Karstadt-Sprecher bestätigte auf Anfrage lediglich die Existenz des Mitarbeiterbriefs, wollte aber zu den Inhalten keine Stellung nehmen.Auch die zweite Runde der Tarifverhandlungen für die rund 17 000 Karstadt-Beschäftigten nach dem Einstieg des neuen Karstadt-Investors René Benko wurde in Göttingen ohne abschließende Einigung beendet. Die Gespräche sollen am 17. November fortgesetzt werden. Dann solle nach den Sport- und Warenhäusern über die Lage in den Karstadt-Luxushäusern diskutiert werden, hieß es.Die v on der Arbeitgeberseite geforderten Einschnitte für die Beschäftigten seien von der Gewerkschaft abgelehnt worden, sagte Verdi-Verhandlungsführer Arno Peukes. Dabei sei es unter anderem um eine Streichung des Urlaubs- und Weihnachtsgelds gegangen. Am kommenden Donnerstag berät dann in Essen der Aufsichtsrat über den weiteren Sanierungskurs.Das zurückliegende Geschäftsjahr habe zu den schwierigsten in der Geschichte von Karstadt gehört, hieß es nach dem Medienbericht weiter. Ein «nach wie vor defizitäres Ergebnis» mach die Notwendigkeit einer harten Sanierung «unausweichlich». Dennoch habe das Unternehmen erstmals seit drei Jahren eine operative Ergebnisverbesserung geschafft, so dass es nun auch mit Hilfe des neuen Eigentümers möglich sei, das kommende Weihnachtsgeschäft und die Sanierung solide zu finanzieren.Mit dem Sanierungsprogramm sei Karstadt auf gutem Weg, hieß es. So seien Warenbestände abgebaut und Verträge mit Lieferanten neu verhandelt worden. Es best ehe eine sehr gute Chance, Karstadt vorwärts zu bringen und «wieder Geld über die Ladenkasse» zu verdienen.

ver.di-Information vom 22. Sept. 2014

Widerstand gegen sinnlosen Sparkurs
Völlig unzumutbar 

In Runde 1 der Karstadt- Tarifverhandlungen nach dem Eigentümerwechsel sind die Positionen hart aufeinandergeprallt. Die Arbeitgeber wollen an der einseitig ausgerufenen »Tarifpause« festhalten.

Erfolg bei tariflichem Weihnachtsgeld
Um so erfreulicher ist ein erster kleiner Erfolg der ver.di-Tarifkommission: Nach heftigen Protesten hat die Arbeitgeberseite in den Verhand- lungen rechtsverbindlich zugesichert, dass den Beschäftigten von Karstadt Warenhaus, Sports und der KaDeWe Group das tarifliche Weihnachtsgeld 2014 (tarifliche Sonder- zuwendungen) ausgezahlt wird. Das ist ein wichtiges Zeichen ...

Mehr in der vollständigen Info, die unten als Download zur Verfügung steht.

ver.di-Information für die Beschäftigten

September 2014
Wer Beschäftigte nur als Kostenfaktor sieht, macht Karstadt kaputt
Das ist keine Sanierung!

Seit der letzten Aufsichtsratssitzung ist klar,wie sich der neue Karstadt-Eigentümer und sein Management die Sanierung vorstellen. Ihr Motto ist offenbar »Planierraupe statt Baukran«. Neben stark reduzierten Sachkosten und veränderten Strukturen ist ein Personalabbau geplant, der den Namen Kahlschlag verdient.
Keine Beschäftigtengruppe ist davon ausgenommen, abgebaut werden soll in allen Filialen und im Service Center. Die Rede ist von rund 2.000 Vollzeitstellen ...

Mehr dazu in der vollständigen ver.di-Info, die unten als Download bereit steht.

Presseerklärung Karstadt

ver.di: Karstadt braucht ein wirkliches Zukunftskonzept – das Warenhaus
lebt von den Menschen

Ver.di und der Gesamtbetriebsrat von Karstadt kritisieren die weiteren beabsichtigten Einschnitte bei Karstadt-Beschäftigten, die heute auf der Aufsichtsratssitzung im Rahmen des Sanierungskonzepts vorgestellt wurden.

Mehr dazu in der vollständigen Pressseerklärung, die unten als Download zur Verfügung steht.

ver.di-Info für die Beschäftigten der Karstadt-Unternehmen August 2014

Notwendig sind echte Investitionen in ein nachhaltiges Zukunftskonzept
Karstadt kann und wird leben

Die Zeiten bei Karstadt bleiben turbulent: Mit dem kompletten Eigentümerwechsel von Nicolas Berggruen auf René Benko von der österreichischen Signa-Gruppe wird ein neues Kapitel aufgeschlagen.
ver.di und der Gesamtbetriebsrat fordern jetzt ein tragfähiges und nachhaltiges Zukunftskonzept, das vom neuen Eigentümer mit ausreichenden Investitionen unterfüttert wird ...

Alle Infos dazu im unten als Download zur verfügung stehenden Flugblatt.

 

Presseinfo Karstadt

Die Signa Gruppe und die Berggruen Holdings haben offiziell bestätigt, dass die Signa Retail GmbH zu Beginn der kommenden Woche die Karstadt Warenhaus GmbH vollständig von der Berggruen Holdings übernimmt. Die endsprechenden Pressemitteilungen ver.di, Signa und Berggruen stehen unten als Download zur Verfügung.

ver.di-Information Karstadt Juli 2014

Schluss mit Unsicherheit und Stillstand: 
Karstadt-Beschäftigten sind keine Spekulationsobjekte!

Anfang der vergangenen Woche wurden wir alle vom Rücktritt von Frau Sjöstedt als Geschäftsführerin überrascht. Hatte sie doch erst im Februar ihre Tätigkeit aufgenom- men, um mit viel Engagement ein Zukunftskonzept für Karstadt zu entwickeln: Das Warenhaus sollte wieder ein erfolgreicher Bestandteil der Innenstädte werden. Und jetzt schmeißt sie das Handtuch.

Diese Entscheidung ist ein klares Signal. Denn Frau  Sjöstedt hat deutlich gemacht, dass der Mehrheitseigen- tümer Herr Berggruen sie mit vielen Versprechen geholt hatte, jetzt aber die Investitionen für das Zukunftskonzept verweigert. Damit lernte auch Frau Sjöstedt das wahre Gesicht von Herrn Berggruen kennen, das wir schon seit einiger Zeit sehen: In der Öffentlichkeit spielt er die Rolle des Wohltäters und gibt schöne Versprechen ab. Schein- bar verschiebt er aber lieber jedes Jahr einen zweistelligen Millionenbetrag aus den Karstadt-Unternehmen in Steuer- oasen. Geld, das Karstadt an allen Ecken fehlt und das er sich auch durch die Flucht aus den Tarifverträgen von den Beschäftigten bezahlen lässt. 

Die Pläne der Eigentümer müssen auf den Tisch! Seit Beginn der Tarifflucht haben die Mitglieder der ver.di- Bundestarifkommission gemeinsam mit den Interessenver- tretungen der drei betroffenen Unternehmen deutlich ge- macht, dass die Eigentümer endlich erklären müssen, was sie wirklich vorhaben. Wollen sie die Unternehmen wieder in ruhigere Gewässer bringen und ihnen eine Zukunft eröffnen oder geht es ihnen nur um schnelle Gewinne? ...

Das vollständige Flugblatt unten als Download >>

Presseinfo vom 11. Juni 2014

Karstadt: ver.di verlangt Arbeitsplatzsicherheit für die Beschäftigten 

Angesichts der heutigen Medienberichte über einen Eigentümerwechsel bei Karstadt verlangt die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) von einem möglichen neuen Eigentümer der Karstadt Warenhaus GmbH Sicherheit für die Arbeitsplätze der Beschäftigten. „Sollten sich Medienberichte bestätigen, dass Herr Benko plant, die Mehrheit an der Karstadt Warenhaus GmbH zu übernehmen, dann ist er gefordert, den Beschäftigten ein Konzept vorzulegen, wie die Zukunft von Karstadt und den Beschäftigten gesichert werden kann. Ein solches Konzept hat der derzeitige Eigentümer Herr Berggruen bislang nicht vorgelegt“, sagte Stefanie Nutzenberger, ver.di-Bundesvorstandsmitglied für den Handel ...

Karstadt-Tarifverhandlungen ohne greifbares Ergebnis vertagt

Standort- und Beschäftigungsgarantien - ja oder nein? Die Tarifverhandlungen bei Karstadt sind schwierig. Die Gewerkschaft Verdi erwartet noch «ein hartes Stück Arbeit». 
Hannover/Essen (dpa) - Die fünfte Runde der Tarifverhandlungen für die rund 20 000 Beschäftigten des kriselnden Warenhauskonzerns Karstadt ist am Donnerstag ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen ... Mehr >>

Tarifinfo Nr.2/2014

Karstadt muss endlich mit einer Sprache sprechen
Ende Februar hat die neue Vorstandschefin Eva-Lotta Sjöstedt ihre Arbeit aufgenommen und ihre ersten Gedanken über die Ausrichtung von Karstadt klingen mehr als interessant. Karstadt hat eine Zukunft als am Ort oder im Stadtteil verankertes Warenhaus, so lesen sich ihre Interviews der letzten Tage. Endlich jemand, der auf das hört, was die ArbeitnehmerInnenvertretungen schon lange eingefordert haben. Endlich die lange vermisste neue Ausrichtung die nicht nur die Besonderheiten des Warenhauses berücksichtigt, sondern auf dem Weg in die Zukunft auch auf qualifizierte und motivierte Beschäftigte setzt. So jemand, muss doch die Bedeutung von Arbeitsplatzsicherheit und Einkommen kennen und auch frischen Wind in die Tarifverhandlungen bringen ... Mehr >>

Karstadt Spandau wird nicht geschlossen

PRESSEMITTILUNG, Berlin, den 06.03.2014

Karstadt bleibt in der Spandauer Altstadt. Das hat der Vorstand der Karstadt Warenhaus AG dem Spandauer Bundestagsabgeordneten Swen Schulz (SPD) versichert. Nach neuen Berichten, wonach alle Standorte überprüft werden sollen, hatte sich Schulz an den Vorstand in Essen gewandt.

"In einem Gespräch hat mir der Vorstand mitgeteilt, dass sich das Karstadt-Haus in Spandau gut entwickelt, die Zentrale in Essen Freude an dem Haus hat und es definitiv nicht geschlossen wird", so Schulz. "Das ist die Leistung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und zeigt die Stärke des Standortes Spandau. Und natürlich ist das eine gute Nachricht für Spandau, denn ohne Karstadt würde uns ein wichtiger Einkaufsort und ein Magnet für die Altstadt fehlen."

GBR-aktuell NR. 2/2014

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wie angekündigt hier nun neue Informationen aus der GBR-Sitzung.

1. Aktuelle Pressemeldungen
Karstadt ist mal wieder in den Medien, jeden Tag schreiben die Journalisten über die Situation bei Karstadt. Und leider sind die Botschaften fast immer negativ. Das ist bedauerlich für uns Beschäftigte und leider registriert das auch unsere Kundschaft. Was die Gerüchte um Standorte und Filialen angeht haben wir im GBR-aktuell vom 21.01. Stellung bezogen. Daran hat sich nicht geändert. Dass die wirtschaftliche Situation bei Karstadt schwierig ist wissen wir. Wir sind jedoch der Meinung, dass es nicht alleine die Aufgabe der Betriebsräte ist, Euch über die wirtschaftliche Situation zu informieren, wir erwarten, dass dies von der Unternehmensleitung und deren Führungskräfte gemacht wird.

2. Standorte/Filialprojekt
Der GBR hat grundsätzlich einem Projekt zugestimmt, in dem es darum geht einen positiven Veränderungsprozess in Gang zu setzen ... 

Presseinfo Karstadt vom 11. Febr. 2014

Dritte Verhandlungsrunde bei Karstadt: Beschäftigte brauchen Zukunftssicherheit und planbare Perspektiven - Miteigentümer Benko verspielt seine Glaubwürdigkeit.

Medienspiegel vom 30. Januar

dpa, Do, 30.01.2014, 15:48
Karstadt stellt alle Filialen auf den Prüfstand Die neue Karstadt-Chefin Eva-Lotta Sjöstedt steht von Anfang an unter Erfolgsdruck. Der Aufsichtsrat der Warenhauskette will endlich bessere Zahlen sehen und schließt auch Filialschließungen nicht aus.
Berlin (dpa) - Karstadt-Beschäftigte müssen wieder um ihre Arbeitsplätze bangen. Die angeschlagene Warenhauskette will alle 83 Filialen auf den Prüfstand stellen. Der Aufsichtsratschef der Karstadt Warenhaus GmbH, Stephan Fanderl, sagte der Tageszeitung «Die Welt» (Donnerstag), dabei gehe es auch darum, die Häuser zu identifizieren, die «trotz aller gemeinsamen Bemühungen nicht zu drehen sind». Für diese Filialen schloss der Manager schmerzhafte Konsequenzen bis hin zur Schließung nicht aus. «Hier ist die Frage unabweisbar, ob sie grundsätzlich oder in der bisherigen Form weiter betrieben werden können», sagte Fanderl über die Problemfilialen. Bei den anderen Standorten gehe es darum, sie zügig wieder auf eine positive Bahn zu bekommen. Viel Zeit räumt der Chefkontrolleur der neuen Warenhauschefin Eva-Lotta Sjöstedt für den heiklen Auswahlvorgang nicht ein. «Wir haben wenig Zeit. In zwei bis drei Monaten sollte der Plan stehen,» sagte Fanderl.Der Chefkontrolleur betonte, die Überprüfung solle im Schulterschluss mit den Arbeitnehmervertretern erfolgen. «Wir haben einen Arbeitsprozess mit den Arbeitnehmervertretern vereinbart, in dem wir das Standort für Standort abarbeiten.»Diese Darstellung stieß bei der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi auf Verwunderung. Verdi-Sprecherin Christane Scheller sagte der Nachrichtenagentur dpa:  «Es bleibt dabei, wir verhandeln über Standortsicherung und Beschäftigungssicherung. Wir verhandeln nicht über einzelne Filialschließungen.»Der Handlungsdruck auf die Karstadt-Führung ist groß. Denn die Sanierungsbemühungen der vergangenen Jahre haben nach Einschätzung des Chefkontrolleurs nicht die erhofften Erfolge gebracht. Das Weihnachtsgeschäft habe unter den Planungen gelegen, sagte Fanderl. Karstadt werde auch 2014 wieder rote Zahlen schreiben. «Wir verdienen mit den Warenhäusern kein Geld.»Von der früheren Ikea-Managerin Sjöstedt, die ihr neues Amt am 24. Februar antr  itt, erwartet der Chefkontrolleur schnelle Erfolge. «Es müssen in diesem Jahr erhebliche Ergebnisverbesserungen erkennbar sein. Ein Geschäftsjahr wie 2013 wollen wir uns nicht noch einmal leisten.»Bei der Neuausrichtung habe der Konzern in den vergangenen Jahren einige Fehler gemacht, räumte der Aufsichtsratschef ein. Karstadt habe versucht, mit neuen Marken im Modebereich jüngere Kundengruppen anzusprechen. Dies sei jedoch nicht in dem Tempo gelungen wie erhofft. Gleichzeitig habe man aber Stammkunden vergrätzt. Auch im boomenden Online-Geschäft hinkt Karstadt Fanderl zufolge hinterher. Während andere Online-Händler mit zweistelligen Zuwachsraten glänzen, musste der Online-Auftritt von Karstadt im Weihnachtsquartal sogar leichte Umsatzrückgänge hinnehmen.

Tarifverträge für Berlin und Brandenburg abgeschlossen - was ist mit Karstadt, Karstadt sports und KaDeWe?

Bekanntlich gibt es nun für die Beschäftigten der tarifgebundenen Betriebe wieder abgeschlossene Tarifverträge. Die Manteltarifverträge mit den Regelungen zu Arbeitszeit, Zuschlägen, Urlaub, Sonderzahlungen usw. sind unverändert wieder in Kraft. Die Angriffe der Arbeitgeber auf Arbeitszeiten und Zuschläge wurden abgewehrt.
Auch die Entgeltsteigerung in der Fläche kann sich sehen lassen: 3% mehr Geld gibt es rückwirkend ab 1. Oktober 2013. Weitere 2,1% kommen ab 1. Juli 2014.
Die Ausbildungsvergütungen werden überproportional angehoben um insgesamt 7,6%. Die Forderungen der Arbeitgeber nach Schlechterstellung der KassiererInnen sowie nach Einführung einer Niedriglohngruppe für die AuffüllerInnen zur Absenkung des Tarifniveaus wurden abgewehrt.
Dies alles gilt zzt. nicht bei Karstadt, Karstadt sports und KaDeWe, denn diese Unternehmen sind nicht tarifgebunden.
Mitte Mai 2013 hatte die Unternehmensgruppe die Tarifbindung verlassen. Es wurde eine bundesweite Tarifkommission gebildet, die mehrfach mit der Unternehmensleitung verhandelt hat. Bisher ist es nicht gelungen, die Tarifbindung wieder herzustellen.
Am 12. und 13. Februar 2014 ist die Fortsetzung der Tarifverhandlungen für die Unternehmen der Karstadt-Gruppe terminiert, in der es gerade auch um die Wiederherstellung der Tarifbindung gehen wird.
Ein Verhandlungsergebnis wird wie auch in der Tarifrunde für den Einzelhandel von Berlin und Brandenburg davon abhängen, ob sich die davon Betroffenen zahlreich engagieren.
Zuletzt habt ihr Karstädter vor allem am 25. und 26. Oktober 2013 eindrucksvoll für eure Tarifbindung und eine qualifizierte Standort- und Beschäftigungssicherung gekämpft.
Jetzt gilt es: Nicht nachlassen im Kampf um jede Kollegin und jeden Kollegen, die auch noch mitkämpfen können. Zusammen sind wir stark und können unsere Ziele erreichen.
Für eine Standort- und Beschäftigungssicherung bei Karstadt mit Tarifbindung.

ver.di Kampagnen