Amazon-Geburtstag: 20 Jahre Missachtung von Grundrechten. Beschäftigte protestieren für Tarifvertrag – Bürger können sich solidarisieren

Der weltweit größte Versandhändler Amazon feiert am 15. Juli 2015 mit Aktionen, die die Öffentlichkeit beeindrucken sollen, seinen 20. Geburtstag als vermeintliche Erfolgsstory.
Für viele Amazon-Beschäftigte sieht die Realität anders aus. Sie kämpfen in Deutschland seit über zwei Jahren für ihr Recht auf einen Tarifvertrag und gute Arbeitsbedingungen. Amazon verweigert ihnen dieses Recht kategorisch ...

Mehr dazu in der unten als Download zur Verfügung stehenden vollständigen Medieninfo.

Vor dem Arbeitsgericht in Brandenburg

Klage gegen Amazon gescheitert

rbb, 25.06.2015
Ex-Betriebsräte scheitern mit Klage gegen Amazon Sie waren Betriebsräte bei Amazon in Brieselang und klagten dagegen, dass ihre befristeten Verträge nicht verlängert wurden. Vor Gericht mussten die vier Kläger jetzt eine Niederlage einstecken. Die Gewerkschaft Verdi hat dies zum Anlass genommen, den hohen Anteil befristeter Arbeitsverhältnisse bei Amazon zu kritisieren. Der Online-Händler widerspricht. Mehr ...
MAZ-Online berichtet hier dazu.

Presseinfo: System Amazon vor Gericht

Berlin, 22. Juni 2015
Nr. 177

ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Landesbezirk Berlin-Brandenburg www.bb.verdi.de

P R E S S E I N F O R M A T I O N

System Amazon vor Gericht

Am 24. Juni 2015 werden ab 11:40 Uhr die Entfristungsklagen von vier Betriebsratsmitgliedern am Arbeitsgericht in Brandenburg an der Havel verhandelt.
Alle vier von ver.di vertretenen Kollegen waren bis 31.12.2014 bzw. 31.1.2015 bei Amazon in Brieselang bis zu 1,5 Jahre befristet beschäftigt. Ihre Verträge wurden wie die von weiteren ca. 900 befristet Beschäftigten nicht erneut verlängert, obwohl es inzwischen wieder ca. 50 Neueinstellungen im Betrieb gab.
„ver.di unterstützt die Kollegen bei ihren Klagen, weil durch die Befristungspraxis bei Amazon vor allem aktive Kollegen systematisch aus dem Betrieb entfernt werden, die sich für Arbeitnehmerinteressen einsetzen“, sagte Erika Ritter, Landesfachbereichsleiterin Handel bei ver.di.
Betriebsratsmitglieder werden wegen ihres Einsatzes für Beschäftigteninteressen von Gesetzes wegen vor Kündigung geschützt. Allerdings läuft dieser Kündigungsschutz aufgrund der inzwischen sehr weiten gesetzlichen Befristungsmöglichkeiten immer häufiger ins Leere, da es zur Fortsetzung von Arbeitsverhältnissen eines neuen Arbeitsvertrags bedarf. Kündigungen sind zur Beendigung von befristeten Arbeitsverträgen gar nicht erforderlich.
Amazon hat bisher die gesetzlichen Befristungsmöglichkeiten in einer besonders perfiden Weise für eigene Interessen ausgedehnt, die Ihresgleichen sucht. In der Regel werden befristet Beschäftigte nicht weiterbeschäftigt, obwohl ihnen dies bei guten Leistungen regelmäßig in Aussicht gestellt wird. So wird ein System des fleißigen und angepassten Arbeitens und miteinander Umgehens erzeugt. Betroffene leben in permanenter Unsicherheit ihrer materiellen Existenz und Zukunft. Beschäftigte, die sich offen für bessere Arbeitsbedingungen bei Amazon einsetzen, werden systematisch wieder hinausgedrängt.

Die Verfahren erhalten vor dem beschriebenen Hintergrund eine grundsätzliche Bedeutung. Das Gericht hat zu entscheiden, ob die Be- und Entfristungspraxis bei Amazon rechtskonform ist. Insbesondere muss eine Antwort auf die Frage gegeben werden, ob Mitglieder von Betriebsräten über die Befristungspraxis bei Amazon unabhängig und geschützt ihren gesetzlichen Pflichten nachkommen können. Darüber hinaus wird deutlich werden, ob der Gesetzgeber entsprechend nachsteuern muss.

Am Arbeitsgericht in Brandenburg (Havel) (Magdeburger Str. 51, 14770 Brandenburg an der Havel) vor Ort und für Rückfragen ab 10:30 Uhr:
Erika Ritter, ver.di Landesfachbereichsleiterin Handel, mobil 0172 39 77 100 Uwe Diedrich, zuständiger ver.di Bezirkssekretär, mobil 0170 574 85 39

ver.di Info für die Beschäftigten von amazon, Juni 2015

Die ver.di-Mitglieder fordern eine verbindliche Pausenregelung
Schluss mit dem Pausenklau!

Die Zeitdiebe sind auch im Online- und Versandhandel unterwegs. Wenn sich alles immer schneller dreht, fallen nicht selten mal Arbeitsminuten unter den Tisch: Sie werden einfach nicht gezählt.
Amazon ist da nicht allein, jedoch wird am Dauerbrenner Pause deutlich, wie stur dieses »Spiel« an allen Standorten durchgezogen wird. Stur und systematisch …

Mehr dazu in der unten als Download zur Verfügung stehenden vollständigen ver.di-Info.

 

radio eins berichtet über prekäre Arbeitsbedingungen bei Amazon

Zur Sendung geht es HIER.

Medieninfo vom 13. März

ver.di ruft Beschäftigte bei Amazon vor Ostern erneut zu Streiks auf

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) wird im Tarifkonflikt mit dem Versandhandelskonzern Amazon die Beschäftigten vor Ostern erneut zu Streiks aufrufen. „Amazon erwartet von den Beschäftigten Einsatz und Verlässlichkeit, verweigert ihnen aber den zuverlässigen Schutz durch Tarifverträge ..."

>> Mehr dazu in der vollständigen Medieninfo, die unten als Download zur Verfügung steht.

Presseinfo: Erfolgreiche ver.di-Aktion

Berlin, 13. Januar 2015
Nr. 03

ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Landesbezirk Berlin-Brandenburg www.bb-verdi.de

P R E S S E I N F O R M A T I O N

Amazon Brieselang:
Erfolgreiche ver.di-Aktion gegen befristete Beschäftigung

„Die heutige Verteilaktion am Amazon-Standort in Brieselang war aus Sicht von ver.di ein voller Erfolg“, sagte Erika Ritter, ver.di-Landesfachbereichsleiterin für den Handel in Berlin-Brandenburg.

Bei Schichtwechsel konnte die Gewerkschaft nahezu alle Beschäftigten erreichen und viele Informationsgespräche führen. „Es hat sich abermals gezeigt, dass die Empörung bei den Amazon-Beschäftigten groß ist, viele haben Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren“, so Erika Ritter. Seit heute ist zudem klar, dass eine Reihe befristet Beschäftigter mit Unterstützung von ver.di auf Festanstellung klagen wird. In den kommenden Tagen und Wochen wird ver.di weiter über das Thema Befristung von Arbeitsplätzen bei Amazon informieren und gegen diese Unternehmenspraxis protestieren.

Zum Hintergrund:
Nach der Nichtweiterbeschäftigung von mehr als 900 Beschäftigten am Standort Amazon Brieselang mit Jahresbeginn hält die Empörung über die Befristungspraxis bei den Beschäftigten weiter an. Ende Januar soll für weitere ca. 120 Arbeitnehmer das Beschäftigungsverhältnis enden.

Zu Jahresbeginn wurde nur mit 35 der zum Jahresende 1.250 befristet Beschäftigten ein unbefristeter Vertrag geschlossen. Ca. 165 Mitarbeiter erhielten einen Vertrag über weitere sechs Monate. Damit sind am Amazon-Standort Brieselang nur ca. 285 Arbeitnehmer/innen fest angestellt. Für diese Praxis gibt es aus Sicht von ver.di keinerlei wirtschaftliche Notwendigkeit. Trotz des Saisongeschäfts besteht regelmäßiger Bedarf an Arbeitskräften in einer Größenordnung von mindestens 600. Mit etwas gutem Willen wäre sogar eine regelmäßige Beschäftigung von bis zu 1.000 Menschen bei Amazon in Brieselang realistisch, wie das Unternehmen selbst noch 2013 mitgeteilt hatte.

Für Rückfragen:
Erika Ritter, Landesfachbereichsleiterin Handel bei ver.di Berlin-Brandenburg,
mobil: 0172 / 397 71 00

"Neues Deutschland" vom 14.01.2015

Sie wollen bleiben - Befristete protestieren bei Amazon in Brieselang >> zum Artikel 

Presseinfo zur Befristungspraxis bei Amazon

ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Landesbezirk Berlin-Brandenburg
www.bb-verdi.de

P R E S S E I N F O R M A T I O N


Empörung gegen Befristungspraxis bei Amazon Brieselang

Nach der Nichtweiterbeschäftigung von mehr als 900 Beschäftigten am Standort Amazon Brieselang mit Jahresbeginn hält die Empörung über die Befristungspraxis bei den Beschäftigten weiter an. Ende Januar soll für weitere ca. 120 Arbeitnehmer das Beschäftigungsverhältnis enden.

Zu Jahresbeginn wurde nur mit 35 der zum Jahresende 1.250 befristet Beschäftigten ein unbefristeter Vertrag geschlossen. Ca. 165 Mitarbeiter erhielten einen Vertrag über weitere sechs Monate. Damit sind am Amazon-Standort Brieselang nur ca. 285 Arbeitnehmer/innen fest angestellt. Die übergroße Mehrheit der Menschen bangt dort von Befristung zu Befristung um die weitere Existenz.

Am 13. Januar 2015 findet vor dem Standort in Brieselang, Havellandstraße 5, eine Verteilaktion statt. ver.di wird mit Amazon-Beschäftigten ins Gespräch gehen und Info-Material verteilen. „Es geht uns darum, unsere Solidarität mit den um ihre Weiterbeschäftigung bangenden Kolleginnen und Kollegen bei Amazon zu zeigen“, sagte Erika Ritter, ver.di-Landesfachbereichsleiterin für den Handel in Berlin-Brandenburg. „Gerade einem global agierenden Unternehmen wie Amazon darf nicht erlaubt werden, so mit Menschen umzugehen. Die Kolleginnen und Kollegen arbeiten inzwischen länger als 1 ¼ Jahre hier und setzten sich tagtäglich mit hohem Einsatz für den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens ein. Selbstverständlich verbanden sie damit die Hoffnung auf eine Zukunftsperspektive im Unternehmen, die jetzt abrupt beendet werden soll“, so Erika Ritter weiter.

Für diese Praxis gibt es keinerlei wirtschaftliche Notwendigkeit. Trotz des Saisongeschäfts besteht regelmäßiger Bedarf an Arbeitskräften in einer Größenordnung von mindestens 600. Mit etwas gutem Willen wäre sogar eine regelmäßige Beschäftigung von bis zu 1.000 Menschen bei Amazon in Brieselang realistisch, wie das Unternehmen selbst noch 2013 mitgeteilt hatte.

Die Aktivitäten von ver.di werden in den nächsten Tagen fortgesetzt. Neben einer Unterschriftenaktion gegen diese Befristungspraxis wird sich die Gewerkschaft auch an die Brandenburger Landesregierung wenden und Unterstützung einfordern. Es kann nicht sein, dass ein Unternehmen, das das Interesse seiner Beschäftigten nach einer gesicherten Existenz mit Füßen tritt, durch die Job-Center regelmäßig mit neuen Arbeitskräften versorgt wird“, sagte Erika Ritter.

Für Rückfragen:
Erika Ritter, Landesfachbereichsleiterin Handel bei ver.di Berlin-Brandenburg,
mobil: 0172 / 397 71 00.

Amazon: Streiks bis zum 24. Dezember

Presseinfo: Bisher längster Streik bei Amazon Deutschland

Seit mehr als einem Jahr kämpft die Gewerkschaft Verdi um eine bessere Bezahlung für die Beschäftigten des Online-Versandhändlers Amazon. Doch die Positionen bleiben verhärtet.
Leipzig/Bad Hersfeld (dpa) - Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi will im Konflikt mit dem Online-Versandhändler Amazon den Druck erhöhen. Mitten im Weihnachtsgeschäft ging der bisher längste Streik in der Geschichte von Amazon Deutschland in die zweite Woche. Er soll bis Heiligabend (15.00 Uhr) andauern, wie Verdi bekräftigte. An den Standorten Bad Hersfeld (Hessen), Leipzig (Sachsen), Rheinberg (Nordrhein-Westfalen) und Graben (Bayern) legten Beschäftigte die Arbeit nieder.
Bisher habe sich Amazon in dem seit Mai 2013 anhaltenden Konflikt nicht auf die Gewerkschaft zubewegt. «Sie versuchen das auszusitzen», kritisierte der Sprecher des Verdi-Bundesvorstandes, Christoph Schmitz. «Unser Ziel ist letztlich nicht, dass die Pakete verspätet ankommen», sagte er. Amazon sei in der Pflicht, seine Lieferversprechen gegenüber den Kunden einzuhalten. Doch der Aufwand dafür werde durch die Streiks höher und treffe das Unternehmen wirtschaftlich. «Wir rufen ja nicht zum Boykott auf», betonte er.
Die Streikwelle bei Amazon hatte am vergangenen Montag (15. Dezember) begonnen. Am Sonntag gab es eine kurze Pause. In den insgesamt neun deutschen Verteilzentren arbeiten nach Unternehmensangaben in der Vorweihnachtszeit rund 20 000 Menschen. Verdi will den deutschen Ableger des US-Giganten Amazon zur Aufnahme von Tarifverhandlungen zu den besseren Bedingungen des Einzel- und Versandhandels zwingen. Amazon lehnt das weiterhin strikt ab und verweist darauf, dass die Bezahlung der Mitarbeiter sich am oberen Bereich der Logistikbranche orientiert.
Nach den Angaben von regionalen Verdi-Sprechern ist der Streikwille ungebrochen. «Wir sind sehr zufrieden», sagte Sabine Busch von Verdi in NRW. Pro Tag hätten sich etwa 700 Mitarbeiter am Ausstand beteiligt. Im bayerischen Graben verordnete Verdi den Streikenden eine Ruhepause. «Wir holen sie nicht mehr jeden Tag vors Tor, sondern lassen sie zu Hause bleiben», sagte Hubert Thiermeyer von Verdi Bayern.
Auch an den beiden Versandlagern in Bad Hersfeld soll bis Heiligabend gestreikt werden. Das hätten die Mitarbeiter bei einer Streikversammlung bekräftigt, sagte Verdi-Vertreterin Mechthild Middeke. Sie sieht das Potenzial, die Schrauben noch enger zu ziehen. «Wir haben dieses Jahr mit Streiks an bis zu sechs Standorten eine ganz schöne Steigerung hingekriegt», sagte sie. «Wir trauen uns zu, den Druck im kommenden Jahr noch zu erhöhen.»
Amazon-Sprecherin Anette Nachbar unterstrich, das Unternehmen stehe zu seinem Lieferversprechen. Das Anliegen der Geschäftsführung sei ein respektvoller Umgang innerhalb der Belegschaft. «Wir respektieren das Streikrecht der Kollegen, aber wir erwarten auch Respekt gegenüber denen, die sich entschieden haben, nicht zu streiken.»

Medieninfo zu grenzübergreifenden Streiks

Grenzübergreifende Streiks bei Amazon: Auch Beschäftigte in Frankreich legen die Arbeit nieder – Befristet Beschäftigte in Deutschland ohne Perspektive

Während die Streiks an den deutschen Amazon-Standorten Leipzig (Sachsen), Bad Hersfeld (Hessen), Graben (Bayern) und Rheinberg (NRW) am heutigen Montag fortgesetzt wurden, ist der Versandhandels-Konzern auch im europäischen Ausland mit dem Widerstand der Beschäftigten konfrontiert. Heute Vormittag traten auch die Beschäftigten von Amazon im französischen Chalon-sur-Saône (rund 140 km nördlich von Lyon) in den Streik. „Der Versandhändler Amazon ist nicht nur in Deutschland mit Forderungen nach existenzsichernden Löhnen und guten Arbeitsbedingungen konfrontiert. Die Streiks in Frankreich sind ein starkes Zeichen für die Solidarität der Beschäftigten über Ländergrenzen hinweg. Und die internationale Vernetzung wird weitergehen“, sagte Stefanie Nutzenberger, Vorstandsmitglied der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di). Die tarifliche Absicherung der Arbeits-und Entlohnungsbedingungen bei Amazon sei weit über Deutschland hinaus ein zentrales Anliegen der Beschäftigten ...

Mehr dazu in der unten als Download zur Verfügung stehenden vollständigen Medieninfo.

 

DIE LINKE - Presseerklärung zur Personalpolitik von Amazon

Personalpolitik von Amazon hat mit Kriterien Guter Arbeit nicht´s zutun!

Zu der Absicht von Amazon von den 1.500 Beschäftigten nicht einmal 285 Beschäftigte unbefristet im Unternehmen zu belassen erklärt der Sprecher für Arbeitsmarktpolitik und Gewerkschaften, Dr. Andreas Bernig:

Diese Personalpolitik von Amazon hat mit den Kriterien Guter Arbeit, wie wir sie in Brandenburg verstehen nicht´s zu tun. Amazon hat von der ZAB Unterstützung bei der Ansiedlung des Unternehmens in Brieselang erhalten. Das Land kann erwarten, dass nicht prekäre Beschäftigung sondern sichere Arbeitsplätze angeboten werden. Ein besonderer Skandal ist, dass die Mitglieder des gerade erst gewählten Betriebsrates auch entlassen werden. Ich gehe davon aus, dass sie umfassenden Rechtsschutz von ihrer Gewerkschaft erhalten.

Amazon macht durch die Anlehnung an den Logistiktarifvertrag Extraprofite und das auch noch auf den Rücken der Beschäftigten.

Streik bei Amazon geht auch einen Tag vor Heiligabend weiter

Leipzig/Bad Hersfeld (dpa) - Auch am Tag vor Heiligabend haben Beschäftigte des Online-Händlers Amazon ihre Streiks fortgesetzt. «Wir lassen nicht nach», sagte Verdi-Sprecher Thomas Schneider am Dienstag am Standort in Leipzig. Zum Ausstand aufgerufen sind auch Beschäftigte der beiden Versandlager in Bad Hersfeld sowie der Lager in Rheinberg und Graben. Der Streik soll bis zum 24. Dezember dauern.

Der Tarifkonflikt zwischen Amazon Deutschland und der Gewerkschaft dauert seit Mai 2013. Verdi will den deutschen Ableger des US-Giganten zur Aufnahme von Tarifverhandlungen zu den besseren Bedingungen des Einzel- und Versandhandels zwingen. Amazon lehnt das strikt ab und verweist darauf, dass sich die Bezahlung der Mitarbeiter am oberen Bereich der Logistikbranche orientiert. Inzwischen sind laut Verdi auch Amazon-Beschäftigte in Frankreich in den Streik getreten.

Medieninfo zur Sonntagsarbeit bei Amazon

Amazon lässt rechtswidrig am Sonntag arbeiten – Behörden setzen Verbot trotz aufschiebender Wirkung nach Klage nicht durch

Trotz Klagen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) gegen die Bewilligung der Sonntagsarbeit hat der Versandhändler Amazon am heutigen Sonntag Beschäftigte in Bad Hersfeld und Leipzig zum Dienst eingesetzt. ver.di hatte am Freitag vor den Verwaltungsgerichten Kas-sel und Leipzig Klage eingereicht gegen die von den Behörden (Regierungspräsidium Kassel und Landesdirektion Sachsen) bewilligte Sonntagsarbeit. Obwohl diese Klagen eine unmittelbar aufschiebende Wirkung haben, verweigerten die zuständigen Behörden in Kassel und Leipzig, das daraus folgende Beschäftigungsverbot gegenüber Amazon durchzusetzen. ver.di wird die Streiks an den Amazon-Standorten Bad 10 Hersfeld (Hessen), Leipzig (Sachsen), Graben (Bayern) und Rheinberg (NRW) am Montag, 22. Dezember, bis einschließlich Heiligabend fortsetzen ...

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Medieninfo vom 22. Dezember

Grenzübergreifende Streiks bei Amazon: Auch Beschäftigte in Frankreich legen die Arbeit nieder - Befristet Beschäftigte in Deutschland ohne Perspektive

Während die Streiks an den deutschen Amazon-Standorten Leipzig (Sachsen), Bad Hersfeld (Hessen), Graben (Bayern) und Rheinberg (NRW) am heutigen Montag fortgesetzt wurden, ist der Versandhandels-Konzern auch im europäischen Ausland mit dem Widerstand der Beschäftigten konfrontiert. Heute Vormittag traten auch die Beschäftigten von Amazon im französischen Chalon-sur-Saône (rund 140 km nördlich von
Lyon) in den Streik. "Der Versandhändler Amazon ist nicht nur in Deutschland mit Forderungen nach existenzsichernden Löhnen und guten Arbeitsbedingungen konfrontiert. Die Streiks in Frankreich sind ein starkes Zeichen für die Solidarität der Beschäftigten über Ländergrenzen hinweg. Und die internationale Vernetzung wird weitergehen", sagte Stefanie Nutzenberger, Vorstandsmitglied der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di). Die tarifliche Absicherung der Arbeits- und Entlohnungsbedingungen bei Amazon sei weit über Deutschland hinaus ein zentrales Anliegen der Beschäftigten.

Am Montag folgten rund 2.000 Beschäftigte an den vier von acht deutschen Amazon-Standorten dem ver.di-Streikaufruf. Die Arbeitsniederlegungen werden bis einschließlich Heiligabend fortgesetzt.

Gleichzeitig setzt Amazon weiterhin die berufliche und familiäre Zukunft von tausenden von Beschäftigten durch befristete Verträge als Druckmittel ein, um die Menschen willfährig zu machen. Am Standort Brieselang bei Berlin wurde heute bekannt gegeben, dass rund 1.000 befristete Beschäftigte zum Jahresende ihren Arbeitsplatz verlieren. Weitere gut 120 Beschäftigte bleiben lediglich bis Ende Januar 2015 angestellt, cirka 165 Beschäftigte erhalten eine weitere Befristung bis längstens 30. Juni 2015 und nur 35 Beschäftigte bekommen einen unbefristeten Arbeitsvertrag.

In Rheinberg müssen von rund 550 Beschäftigten, die teilweise seit fast zwei Jahren am Amazon-Standort arbeiten, rund 370 zum Jahresende gehen, cirka 150 werden nur bis längstens 30. Juni 2015 befristet weiterbeschäftigt, lediglich rund 30 werden unbefristet angestellt.
"Das ist ein schwerer Schlag für die Beschäftigten und ihre Familien, die unmittelbar vor Weihnachten ihrer beruflichen und familiären Perspektive beraubt werden", sagte Nutzenberger. "Der Umgang von Amazon mit seinen Beschäftigten beweist, wie wichtig die Forderung nach einer unbefristeten Existenzsicherung und der Absicherung durch Tarifverträge für die Beschäftigten ist."

Pressekontakt:
V.i.S.d.P.:

Christoph Schmitz
ver.di-Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin

Tel.: 030/6956-1011
und -1012
Fax: 030/6956-3001

e-mail:
pressestelle@verdi.de

Medieninfo vom 19. Dezember

Weitere Amazon-Standorte werden bis Weihnachten bestreikt – ver.di-Vorsitzender Frank Bsirske sendet Grußbotschaft an die Streikenden – ver.di klagt gegen Sonntagsarbeit bei Amazon

Die Streiks beim Versandhändler Amazon werden ausgeweitet: Auch an den Standorten Bad Hersfeld, Leipzig und Rheinberg legen die Beschäftigten bis zum 24. Dezember nachmittags (15 Uhr) die Arbeit nieder. Damit werden bis Weihnachten vier der acht Amazon-Standorte bestreikt. In Graben hatten die Beschäftigten bereits am Mittwoch entschieden, bis zum 24. Dezember weiter zu streiken. In Werne enden die Streiks diesen Samstag nach der Spätschicht. Am Freitag beteiligten sich erneut über 2.400 Beschäftigte an den Arbeitsniederlegungen ...

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Medieninfo vom 18. Dezember

Erfolgreiche Streikbeteiligung bei Amazon hält an

Die Streiks beim Versandhändler Amazon gehen mit unvermindert guter Beteiligung weiter. Am Donnerstag legten an den Standorten Bad Hersfeld, Leipzig, Graben, Rheinberg und Werne über 2.400 Beschäftigte die Arbeit nieder ...

Mehr dazu in der unten als Download zur Verfügung stehenden vollständigen Medieninfo.

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Presseinfo zu befristeten Arbeitsverträgen

Kritik an befristeten Verträgen bei Amazon in Brieselang
Potsdam (dpa/bb) - Die Gewerkschaft Verdi hat ein Ende der befristeten Arbeitsverträge beim Onlinehändler Amazon in Brieselang (Havelland) gefordert. Gerade einmal 15 Prozent der derzeit dort 1500 Mitarbeiter hätten derzeit einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Diese Praxis sei aus betrieblichen Gründen weder erforderlich noch gerechtfertigt, sagte Erika Ritter, Fachbereichsleiterin Handel bei Verdi Berlin-Brandenburg. Es werde mit der Angst der Kollegen um den Arbeitsplatz bewusst gespielt. Betriebswirtschaftlich würde Sinn machen, mindestens 70 Prozent der Belegschaft unbefristet zu beschäftigen.
Seit Montag wird an mittlerweile sechs von insgesamt neun Logistik-Standorten in Deutschland für einen Einzelhandels- Tarifvertrag gestreikt. Amazon lehnt das ab. Betroffen sind die Logistikzentren in Bad Hersfeld (Hessen), Koblenz (Rheinland-Pfalz), Leipzig (Sachsen), Graben (Bayern), Rheinberg und Werne (beide NRW).

Medieninfo vom 17. Dezember

Streiks bei Amazon werden verlängert
Die Arbeitsniederlegungen beim Versandhändler Amazon werden andauern:
die Beschäftigten entschieden, dass an den Standorten Bad Hersfeld, Leipzig, Rheinberg und Werne bis einschließlich Samstag, 20. Dezember, bis zum Ende der Spätschicht gestreikt wird. In Graben gehen die Streiks bis einschließlich 24. Dezember weiter. In Koblenz endet der Streik vorläufig heute nach der Spätschicht. An diesem Mittwoch beteiligten sich über 2.600 Beschäftigte an den Arbeitsniederlegungen ...

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Presseinfo vom 17. Dezember

Amazon Brieselang: Arbeitsende für hunderte Beschäftigte

Für die meisten der befristet Beschäftigten bei Amazon in Brieselang droht in den nächsten Tagen beim sogenannten „Ramp Down“ das Arbeitsende bei Amazon. Interne Kreise sprechen von 800 bis 900 betroffenen Beschäftigten. Der Standort Brieselang zeichnet sich durch besonders ausufernde und ungesunde Befristungspraxis aus. Von den zurzeit 1.500 Beschäftigten haben derzeit nur knapp 250 einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Das sind gerade mal 15 Prozent.

„Der Begriff ‚Ramp Down‘ entstammt der amerikanischen Viehzüchter-Sprache und steht für ‚die Rampe runter schicken‘. Das zeigt, was das Unternehmen tatsächlich von seinen Beschäftigten hält“, sagt Erika Ritter, Landesfachbereichsleiterin Handel bei ver.di Berlin-Brandenburg. Die Befristungspraxis bei Amazon in Brieselang sei aus betrieblichen Gründen weder erforderlich noch gerechtfertigt. Trotz Saisongeschäft würde es betriebswirtschaftlich Sinn machen, mindestens 70 Prozent der Belegschaft unbefristet zu beschäftigen. ver.di fordert daher, die bisherige Befristungspraxis unverzüglich zu beenden. „Die Beschäftigten brauchen auch bei Amazon in Brieselang eine sichere Zukunft. Es wird mit der Angst der Kolleginnen und Kollegen um ihre Arbeitsplätze bewusst gespielt. Viele waren vor ihrer Beschäftigung bei Amazon arbeitslos und hoffen jetzt natürlich auf einen sicheren Arbeitsplatz. Dafür leisten sie tagtäglich Enormes. Nur Amazon ist nicht ausreic hend bereit, den Beschäftigten nun auch das so wichtige Stück Zukunftssicherheit zu geben. Dieses Vorgehen des Unternehmens ist zutiefst unfair“, so Erika Ritter.

Parallel wird zurzeit an sechs von acht deutschen Standorten für einen Tarifvertrag gestreikt. Ziele sind gute Arbeitsbedingungen, höhere Löhne nach dem Tarifvertrag des Versandhandels und schnellere Entfristungen.

Am Mittwoch, dem 17. Dezember 2014 führt ver.di Berlin-Brandenburg vor dem Standort in Brieselang ab 14.00 Uhr eine Verteileraktion durch.
Ansprechpartner vor Ort: Uwe Diedrich, ver.di-Gewerkschaftssekretär, mobil 0170 / 57 48 539.


Für Rückfragen:
Erika Ritter, Landesfachbereichsleiterin Handel bei ver.di Berlin-Brandenburg, mobil: 0172 / 397 71 00.

Streiks bei Amazon, jetzt an 6 Standorten

Presestimme dpa:

… Bereits am Montag hatten Beschäftigte in Bad Hersfeld (Hessen), Leipzig (Sachsen), Graben (Bayern), Rheinberg und Werne (beide NRW) die Arbeit niedergelegt. Der Streik soll bis Mittwoch dauern. Nach Gewerkschaftsangaben beteiligten sich am ersten Tag fast 2300 Beschäftigte, Amazon sprach von rund 2100 Streikenden. Im Weihnachtsgeschäft arbeiten bei Amazon bundesweit nach Unternehmensangaben rund 10 000 Festangestellte und 10 000 Saisonkräfte.

Verdi-Vorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger signalisierte, an den Forderungen festhalten zu wollen. «Was wiegt denn höher: Dass ein Päckchen pünktlich unter dem Weihnachtsbaum liegt - oder dass ein global agierendes Unternehmen auch bei uns die Rechte der Beschäftigten achtet? Die Antwort liegt doch auf der Hand», sagte sie der «Bild»-Zeitung (Dienstag). «Wenn jemand das Weihnachtsfest verdirbt, dann Amazon. Das Unternehmen kann die Streiks beenden, wenn es seine Blockadehaltung aufgibt und einen Tarifvertrag abschließt.»…

Medieninfo vom 15. Dezember

Sechster Amazon-Standort zum Streik aufgerufen – erfolgreicher Streikauftakt
Die Streiks beim Versandhändler Amazon werden ausgeweitet: Ab Dienstag (16. Dezember 2014), fünf Uhr, sind auch die Beschäftigten am Standort Kobenz dazu aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Damit wird der Versandhändler zum ersten Mal zeitgleich an sechs Standorten bestreikt, nämlich in Bad Hersfeld (Hessen), Leipzig (Sachsen), Graben (Bayern), Koblenz (Rheinland-Pfalz), Rheinberg und Werne (beide NRW). Die Streiks an allen sechs Standorten dauern bis Mittwochabend (17. Dezember) bis zum Ende der Spätschicht an ...

Mehr dazu in der unten als Download zur Verfügung stehenden vollständigen Medieninfo.

Pressemitteilung vom 12. Dezember

Streikwelle im Amazon-Weihnachtsgeschäft – Beschäftigte fordern Tarifvertrag
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft die Beschäftigten der fünf Amazon-Versandhandelszentren Bad Hersfeld (Hessen), Leipzig (Sachsen), Graben (Bayern), Rheinberg und Werne (beide NRW) ab Montagfrüh (15. Dezember 2014) erneut zu einem mehrtägigen Ausstand auf. Die Streiks beginnen mit der Nachtschicht von Sonntag auf Montag in Bad Hersfeld, die anderen Standorte steigen am Montag mit Beginn der Frühschicht in die Streiks ein. Die Arbeitsniederlegungen dauern bis Mittwoch (17. Dezember 2014) bis zum Ende der Spätschicht an ...

Mehr dazu in der vollständigen PM, die unten als Download zur Verfügung steht.

Pressemitteilung: Amazon-Mitarbeiter fordert Tarifvertrag zu Weihnachten

12.000 Menschen zeichnen Change.org-Petition innerhalb einer Woche

Berlin / Bad Hersfeld, 12. November 2014. Ein Mitarbeiter des Online-Händlers Amazon mit Standort in Bad Hersfeld hat zur Weihnachtszeit eine Petition auf Change.org an seinen Arbeitgeber gestartet. Er fordert darin die Amazon-Geschäftsführung auf, sich nicht länger Verhandlungen für einen Tarifvertrag zu verweigern. ver.di-Chef Frank Bsirske unterstützt seine Kampagne.
Es ist das erste Mal in Deutschland, dass ein Amazon-Mitarbeiter eine Online-Petition an seinen Arbeitgeber richtet. Petitionsstarter Christian Krähling fordert Amazon auf, zum Weihnachtsgeschäft endlich Verhandlungen über einen Tarifvertrag aufzunehmen. Anders als Konkurrenten wie z.B. der Versandhändler Otto verweigert Amazon seinen Mitarbeitern einen Tarifvertrag. Nach sieben Tagen unterstützen ihn bereits über 12.000 Menschen.
Christian Krähling sagt: „Meine Kollegen und ich stehen dem weltgrößten Onlineversandhändler schutzlos gegenüber. Regelmäßige Lohnerhöhungen, Urlaubsansprüche, Weihnachts- und Urlaubsgeld, entsprechende Zuschläge, mehr Urlaubstage und eine Begrenzung der Befristungen auf ein vernünftiges Maß - das alles würde uns ein Tarifvertrag garantieren! Deshalb habe ich diese Change.org-Petition gestartet.”
Der 36-jährige Vater von zwei Kindern arbeitet als Escalation Specialist am Standort Bad Hersfeld (Bearbeitung von Kundenanfragen bezüglich der Qualität der Artikel und der Auslieferung). Er hatte 2009 selbst als Aushilfe im Weihnachtsgeschäft beim weltweit größten Online-Versandhändler angefangen.
ver.di-Vorsitzender Frank Bsirske hat die Petition gleich zu Beginn unterzeichnet.
Frank Bsirske sagt: „Amazon ist in der Pflicht, endlich Verantwortung für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu übernehmen. Wir unterstützen die Change.org-Petition, weil ver.di gemeinsam mit den Beschäftigten für Tarifverhandlungen und für klare sowie faire Arbeitsbedingungen bei amazon kämpft.“
Amazon zahlt Löhne nach einem eigenen Vergütungssystem und weigert sich, über einen Tarifvertrag zu verhandeln. Stefan Najda, zuständig in der ver.di Bundesverwaltung für den Versand- und Onlinehandel, kritisiert, dass sich der Online-Händler somit auf Kosten seiner Mitarbeiter auch gegenüber seinen Wettbewerbern einen unfairen Wettbewerbsvorteil verschaffe.

LINK zur Petition, Kommentare und Unterschriften in Echtzeit.

ver.di-Medieninfo: Erfolgreiche Streikwoche bei Amazon

Erfolgreiche Streikwoche bei Amazon

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) zieht eine positive Bilanz der zurückliegenden Streikwoche bei Amazon. „Die Beschäftigten haben sich mit viel Engagement, Mut und Entschlossenheit an den Arbeitsniederlegungen an fünf Standorten beteiligt und durch weitere kreative Aktionen gezeigt, dass sie sich nicht einschüchtern lassen und für ihre Rechte einstehen. Solange der Versandhändler Amazon einen Tarifvertrag verweigert, können die Streiks jederzeit weitergehen. Das betrifft ausdrücklich auch das Weihnachtsgeschäft“, sagte Stefanie Nutzenberger, ver.di-Bundesvorstandsmitglied.

Die neue Streikwelle war in der Nacht von Sonntag auf Montag (ab dem 27. Oktober) an den fünf Standorten Bad Hersfeld (Hessen), Leipzig (Sachsen), Graben (Bayern), Rheinberg und Werne (beide NRW) gestartet. Die Streikbeteiligung lag an den meisten Tagen bei rund 2.000 Beschäftigten, zum Teil auch darüber. Zum Wochenende nahm die Zahl der Beschäftigten, die sichan den Arbeitsniederlegungen beteiligten, aufgrund der unterschiedlichen Feiertage in den einzelnen Bundesländern etwas ab.

Die Beschäftigten hatten ihre Forderung nach einem Tarifvertrag, der existenzsichernde Einkommen und gute Arbeitsbedingungen garantiert, in dieser Woche auch mit kreativen Aktionen auf die Straße getragen.

Die Streikenden aus Graben hatten sich zu einer Kundgebung vor der Zentrale der Amazon.de GmbH in München versammelt, die Beschäftigten aus Rheinberg und Werne verdeutlichten ihre Forderung mit einer Demonstration auf der Messe NEOCOM für E-Commerce, Multichannel und Marketing in Düsseldorf, auf der Amazon-Deutschland-Chef Ralf Kleber als Eröffnungsredner auftrat. In Bad Hersfeld zogen die Streikenden mit einer Demonstration durch die Innenstadt, in Leipzig ließen sie als Zeichen des Protests gegen Amazons Blockadehaltung einen Tarifvertrag per Drohne einfliegen.
Amazon betreibt in Deutschland neun Versandzentren. Beschäftigte dort klagen über die hohe Anzahl von Befristungen, extremen Leistungsdruck und unzureichende Arbeits- und Pausenregelungen. Da Amazon sich der Tarifbindung verweigert, bekommen die Beschäftigten zudem zum Teil mehrere Hundert Euro weniger, als ihnen nach den Tarifverträgen des Einzel- und Versandhandels zustehen würden.

ver.di-Medieninfo: Amazon-Streiks gehen weiter

Amazon-Streiks gehen weiter – ohne Tarifvertrag auch vor Weihnachten
Die Streiks beim Versandhändler Amazon werden verlängert. Das beschlos-sen die Streikenden an den Standorten in Bad Hersfeld (Hessen), Graben (Bayern) und Rheinberg (Nordrhein-Westfalen). Dort sollen die Arbeitsniederlegungen bis Freitag zum Schluss der Spätschicht fortgesetzt werden. In Leipzig entscheidet die Streikleitung auf Beschluss der Streikversammlung morgen über das weitere Vorgehen ...

Mehr in der unten als Download zur Verfügung stehenden vollständigen Medieninfo.

ver.di-Medieninfo: Neue Streikwelle bei Amazon

M e d i e n i n f o r m a t i o n

ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Bundesvorstand
www.verdi.de

Neue Streikwelle bei Amazon - der Druck für einen Tarifvertrag lässt nicht nach

Berlin, 27.10.2014

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft die Beschäftigten bei Amazon in dieser Woche erneut zu Arbeitsniederlegungen auf. Zum ersten Mal wird der Versandhändler dabei vom ersten Tag an (Montag, 27. Oktober) an fünf Standorten gleichzeitig bestreikt, nämlich in Bad Hersfeld (Hessen), Leipzig (Sachsen), Graben (Bayern), Werne und Rheinberg (beide Nordrhein-Westfalen). Der Ausstand beginnt in Bad Hersfeld und Leipzig mit der Nachtschicht, Graben, Werne und Rheinberg folgen mit der Frühschicht.

"Ein Tarifvertrag kann hohem Arbeitsdruck sowie erheblichen gesundheitlichen Belastungen durch Arbeit im Schichtdienst, in der Nacht und an Wochenenden wirksam Grenzen setzen", sagte Stefanie Nutzenberger, ver.di Bundesvorstandsmitglied und zuständig für den Handel. "Ein Tarifvertrag, der den Beschäftigten existenzsichernde Einkommen und Arbeitsbedingungen mit Schutzregeln zu Arbeitszeiten, Urlaub oder Pausen garantiert, ist auch eine Frage des Respekts, den Amazon seinen Beschäftigten schuldet."

In Bad Hersfeld, Leipzig und Graben dauern die Streiks bis einschließlich Mittwoch zum Ende der Spätschicht, in Werne bis einschließlich Dienstag zum Ende der Spätschicht an. Zuletzt hatten sich im September rund 2.000 Beschäftigte bei Amazon an mehrtägigen Streiks beteiligt. Das Versandhandelsunternehmen verweigert seinen Beschäftigten bisher einen Tarifvertrag.

Hinweis für die Redaktionen
Bei Rückfragen zu den Streiks
für Bad Hersfeld:
Mechthild Middeke, 0160-90907385 (ab 5.30 Uhr)
Heiner Reimann: 0170-3365014 (ab 5.30 Uhr)

für Graben:
Thomas Gürlebeck, 0171-4808882
Hubert Thiermeyer, 0170-3341345

für Leipzig:
Thomas Schneider, 0160-7197238

für Werne:
Karsten Rupprecht, 0175-4330860
Daniel Zimmermann, 0175-5837926

für Rheinberg:
Daniel Zimmermann, 0175-5837926
Sabine Busch, 0170-9215220

In Rheinberg wird am Montag der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske
gegen 15.30 Uhr auf einer Streikversammlung sprechen. Die Versammlung
findet statt in der Messe Niederrhein, An der Rheinberger Heide 5,
47495 Rheinberg.

Pressekontakt:
V.i.S.d.P.:

Eva Völpel
ver.di-Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin

Tel.: 030/6956-1011
und -1012
Fax: 030/6956-3001

e-mail:
pressestelle@verdi.de

Medieninfo zu amazon

ARD-Mediathek: Amazons Würgegriff
Homepage des Plusminus-Beitrags Amazons Würgegriff

"Neues Deutschland" mit Streikreportage aus Rheinberg.

Interessanten Kommentar aus der FAZ zum Streit zwischen Amazon und den Verlegern um die e-book-Rabatte.

ver.di Info für die Beschäftigten von amazon

Mit Tarif garantiert besser …

Mehr Geld ist immer gut. Noch besser ist es, wenn das regelmäßig passiert. Am besten sollten Entgelterhöhungen sicher und geschützt durch Tarifverträge erfolgen. So fordern es immer wieder die ver.di-Tarifkommissionen, die es schon in Bad Hersfeld, Leipzig, Graben, Rheinberg, Koblenz und Werne gibt. Doch Amazon sieht das noch ganz anders.

Man will sich alle Türen offenhalten. Dann kann auch mal wieder der Rückwärtsgang eingelegt werden. Nach außen modern und innen selbstherrlich: Ob es mehr Geld gibt oder nicht, möchte der Arbeitgeber Amazon ganz allein entscheiden.

Wir sind keine Beschäftigten 2. Klasse
Amazon zahlt jetzt »freiwillig« höhere Entgelte. Unsere Streiks wirken sich offenbar erneut aus. Doch bis zu unseren Tarifverträgen klaffen weiterhin große Lücken ...

Mehr dazu in der vollständigen Info, die unten als Download zur Verfügung steht.

Medien zu Amazon-Streik

Stern : Amazon - Streiks legen vier Standorte lahm

dazu auch: Neues Deutschland und Berliner Zeitung

dpa : Verdi warnt Amazon

(Fragen & Antworten) Verdi warnt Amazon: «Druck der Beschäftigten wird nicht nachlassen» Von Friederike Marx, dpa
Allen Streiks zum Trotz: Der Online-Versandhändler Amazon zeigt sich bisher unbeeindruckt vom Dauerkonflikt mit Verdi. Das könnte sich in den kommenden Monaten ändern - wenn das Weihnachtsgeschäft ansteht.
Graben/Bad Hersfeld (dpa) - Seit Mai 2013 setzt die Gewerkschaft Verdi dem Internet-Versandhändler Amazon immer wieder mit Streiks zu. Erstmals legten Beschäftigte am Montag an vier Standorten parallel die Arbeit nieder. Und Verdi will den Druck weiter erhöhen.

Welche Folgen hat der Tarifkonflikt bisher für die Amazon-Kunden?

Das Unternehmen betont, die Ausstände hätten keine Auswirkungen auf die «Einhaltung des Lieferversprechens» an die Kunden. Das gelte auch für die Streiks im vergangenen Weihnachtsgeschäft. Verdi geht dagegen davon aus, dass es diesmal zu Verzögerungen bei der Auslieferung kommt. «Wir haben im Vergleich zu den vorigen Aktionen schon jetzt einen Gang zugelegt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies keine Auswirkungen auf die Betriebsabläufe bei Amazon hat», sagt Mechthild Middeke von Verdi Hessen. Amazon werde insbesondere dann Schwierigkeiten mit der Bewältigung seines Geschäfts bekommen, wenn weitere Standorte hinzukommen.

Was plant Verdi?

Erstmals legten am Montag Beschäftigte gleichzeitig an vier der neun deutschen Amazon-Standorte die Arbeit nieder. Zwei weitere könnten demnächst hinzukommen - Werne in Nordrhein-Westfalen und Koblenz in Rheinland-Pfalz. «Zum Weihnachtsgeschäft wollen wir zu einem Paukenschlag ausholen», kündigt Middeke an. Auch grenzüberschreitende Aktionen sind denkbar. «Es wird darauf hinauslaufen, dass Amazon auch an anderen Standorten unter Druck kommt», sagt Verdi-Sprecherin Eva Völpel in Berlin. Im Juli hatten sich Arbeitnehmervertreter aus Polen, Tschechien, Großbritannien und den USA in Berlin getroffen, um den Kampf für bessere Arbeitsbedingungen zu koordinieren.

Worum geht es bei dem Streit eigentlich?

Die Gewerkschaft will die Aufnahme von Tarifverhandlungen erreichen, die sich an den Bedingungen des Einzelhandels orientieren. Verdi zufolge läge dann das Einstiegsgehalt bei 10,98 Euro pro Stunde. Für erfahrenere Mitarbeiter verlangt die Gewerkschaft 11,73 Euro. Zudem sollten ein Urlaubs- und ein Weihnachtsgeld in Höhe eines halben Monatslohns gezahlt werden sowie Zuschläge für Nachtarbeit bereits ab 20.00 Uhr und nicht erst ab Mitternacht. «Es geht um alles, was in einem Tarifvertrag geregelt ist», erklärt Völpel.

Wie argumentiert Amazon?

Amazon lehnt eine allgemeine Tarifbindung grundsätzlich ab. Gespräche würden zwischen Geschäftsführung und Betriebsräten geführt, sagt eine Sprecherin. Der Online-Versandriese sieht sich zudem als Logistiker, der mit seinen Löhnen schon am oberen Ende des Branchenüblichen liege. Der US-Konzern zahlt nach eigenen Angaben 9,55 Euro Einstiegsgehalt, ab dem zweiten Jahr mehr als 10 Euro. Hinzu kommen demnach flexible Elemente - beispielsweise Aktien, Weihnachtsgeld, Bonuszahlungen und Altersvorsorge. Einschließlich Zusatzleistungen verdient ein Mitarbeiter Amazon zufolge nach einem Jahr rund 2000 Euro brutto im Monat.

Droht eine Verlagerung von Standorten ins Ausland?

In Polen sollen noch im Oktober zwei neue Logistikzentren eröffnet werden. Amazon betont aber: «Es gibt keine Pläne, eines der bestehenden Logistikzentren in der EU zu schließen.» Das Unternehmen wolle in Europa vielmehr weiter wachsen. Zuletzt suchte Amazon nach eigenen Angaben für das Weihnachtsgeschäft Saisonarbeitskräfte unter anderem im brandenburgischen Brieselang.

Gibt es Aussichten auf eine Annäherung?

Derzeit sieht es nicht danach aus. Amazon hat nach eigenen Angaben den Beschäftigten an allen deutschen Standorten Lohnerhöhungen angeboten. «Es laufen Gespräche mit den Betriebsräten», berichtet die Amazon-Sprecherin. Zu den Inhalten äußert sie sich nicht. Nach Verdi-Informationen aus verschiedenen Standorten hat das Unternehmen Lohnerhöhungen von 2,1 und 3 Prozent angeboten. «Amazon versucht, Druck rauszunehmen. Aber wir sind nicht bereit, Lohnpolitik nach Gutsherrenart zu akzeptieren», sagt Verdi-Sprecherin Völpel. Das Unternehmen verweigere weiterhin Tarifverhandlungen. «Der Druck der Amazon-Beschäftigten wird nicht nachlassen.»

Erster Streiktag bei Amazon ein Erfolg

M e d i e n i n f o r m a t i o n vom 22.09.2014

ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft - Bundesvorstand www.verdi.de

Erster Streiktag bei Amazon ein Erfolg - Respekt und Anerkennung durch Tarifverträge

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) wertet den ersten Tag der Streiks bei Amazon an diesem Montag als Erfolg. An den Arbeitskampfmaßnahmen hatten sich bis zum Mittag an den vier Standorten Bad Hersfeld (Hessen), Leipzig (Sachsen), Graben (Bayern) und Rheinberg (Nordrhein-Westfalen) insgesamt rund 2.000 Beschäftigte beteiligt. "Zum ersten Mal streiken die Beschäftigten bei Amazon dabei vom ersten Moment an vier Standorten gleichzeitig. Und es wird nicht der letzte Streik gewesen sein. Die Beschäftigten fordern ihr Recht auf einen Tarifvertrag und auf würdige und existenzsichernde Arbeitsbedingungen. Sie stellen sich gegen Arbeitshetze, unzureichenden Gesundheitsschutz und dagegen, dass Amazon einseitig die Einkommen diktiert", sagte Stefanie Nutzenberger, ver.di-Bundesvorstandsmitglied und zuständig für den Handel.

Die Streiks hatten von Sonntag auf Montag mit der Nachtschicht in Bad Hersfeld begonnen. In den frühen Morgenstunden schlossen sich dann in Bad Hersfeld und an den anderen drei Standorten die Früh- bzw. Spätschichten an. Die Arbeitsniederlegungen sollen bis Dienstag (23. September) zum Ende der Spätschicht andauern.

Amazon betreibt in Deutschland insgesamt neun Versandzentren, zwei davon im hessischen Bad Hersfeld. Bis heute weigert sich das Unternehmen, Tarifverhandlungen zu führen. Seit Mai 2013 haben deswegen Beschäftigte von Amazon immer wieder gestreikt. An den einzelnen Standorten finden zudem jenseits der Streiks regelmäßig Aktionen der Belegschaft zum Thema mangelnder Gesundheitsschutz, unzureichende Pausenregelungen oder die hohe Anzahl an Befristungen und damit für gute und unbefristete Arbeitsverhältnisse statt.

Medienspiegel Juni 2014

dpa, Mi, 18.06.2014, 19:09
Betriebsrat bei Amazon in Brieselang gegründet Brieselang/Potsdam (dpa/bb) - Acht Monate nach Eröffnung ist im Warenverteilzentrum des Internethändlers Amazon in Brieselang (Havelland) ein Betriebsrat gewählt worden. Wie die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am Mittwoch in Potsdam mitteilte, wird sich die Mitarbeitervertretung in den kommenden Tagen konstituieren. Amazon beschäftigt in Brieselang rund 1000 Menschen, bundesweit sind es an neun Standorten mehr als 9000 Mitarbeiter.Verdi befindet sich mit dem weltgrößten Online-Versandhändler in einem Tarifkonflikt. Schon seit Monaten versucht Verdi, mit Streikaktionen Amazon zu Verhandlungen über Tarifregelungen zu bewegen, die sich an den Bedingungen des Einzelhandels orientieren. Amazon lehnt das jedoch ab und sieht sich selbst als Logistiker, dessen Bezahlung schon am oberen Ende des branchenüblichen Niveaus liege.+++

ND, 20.06.2014
Ver.di überraschend erfolgreich-Betriebsrat bei Amazon in Brieselang gewählt... Mehr >>
dazu auch hier und hier.

MOZ, 19.06.2014
Betriebsrat für Brieselang-Amazon -Brieselang (MOZ) Acht Monate nach Eröffnung des Warenverteilzentrums von Amazon in Brieselang (Havelland) wurde nach Angaben der Gewerkschaft Ver.di jetzt erstmals ein 13-köpfiger Betriebsrat gewählt. Dabei habe die Ver.di-Liste am besten angeschnitten. In der kommenden Woche werde sich der Betriebsrat konstituieren.
In Brieselang sind den Angaben zufolge rund 1000 Mitarbeiter beschäftigt. Zu ihren Aufgaben gehöre es, bei Amazon bestellte Ware zusammenzustellen und versandfertig zu verpacken ... Mehr >>
dazu auch hier.

dpa: Betriebsrat bei Amazon in Brieselang gegründet

Brieselang/Potsdam (dpa/bb) - Acht Monate nach Eröffnung ist im Warenverteilzentrum des Internethändlers Amazon in Brieselang (Havelland) ein Betriebsrat gewählt worden. Wie die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am Mittwoch in Potsdam mitteilte, wird sich die Mitarbeitervertretung in den kommenden Tagen konstituieren. Amazon beschäftigt in Brieselang rund 1000 Menschen, bundesweit sind es an neun Standorten mehr als 9000 Mitarbeiter.

Verdi befindet sich mit dem weltgrößten Online-Versandhändler in einem Tarifkonflikt. Schon seit Monaten versucht Verdi, mit Streikaktionen Amazon zu Verhandlungen über Tarifregelungen zu bewegen, die sich an den Bedingungen des Einzelhandels orientieren. Amazon lehnt das jedoch ab und sieht sich selbst als Logistiker, dessen Bezahlung schon am oberen Ende des branchenüblichen Niveaus liege.

BR-Wahl Amazon
Foto/Grafik: Ralf Hofmann

Erster Betriebsrat bei Amazon in Brieselang gewählt

Acht Monate nach Eröffnung des Warenverteilzentrums von Amazon in Brieselang wurde jetzt erstmals ein 13-köpfiger Betriebsrat gewählt.

Als stärkste Liste ging die ver.di-Liste aus den Wahlen hervor. Zusammen mit den gewählten Mitgliedern weiterer Listen wird sich in der kommenden Woche der Betriebsrat konstituieren. ver.di Potsdam wünscht dem Gremium dabei eine gute Wahl und bietet den erstmals gewählten Betriebsratsmitglieder in eine schnelle Qualifizierung für die neuen Aufgaben sowie umfassende Unterstützung bei der Umsetzung der Arbeitsvorhaben des Gremiums an.

Zum Hintergrund: In Brieselang sind ca. 1000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigt. Zu ihren Aufgaben gehörte es, bei Amazon bestellte Ware zusammenzustellen und versandfertig zu verpacken.

Zur Betriebsratswahl 2014 traten Kandidatinnen und Kandidaten von 8 verschiedenen Listen an. Am 17. Juni 2014 erfolgte die Auszählung der Stimmen. Es wurden Kandidatinnen und Kandidaten von 5 Listen in den Betriebsrat gewählt.

Rückfragen bitte bei Uwe Diedrich, ver.di-Sekretär in Potsdam, Telefon 0331-27574-24, Mobil 0170 574 85 39

Infos zu Amazon ...

auf der DGB  Homepage sind jetzt diese Pressemeldung sowie die Bilder von unserer Aktion am 12.06. veröffentlicht worden. Ihr könnt sie HIER einsehen.

Das System Amazon

Regelmäßig gibt es Berichte über miese Arbeitsbedingungen bei Amazon. Während an zwei Standorten in Deutschland immer mal wieder gestreikt wird, ist bei Berlin gerade ein neues Logistikzentrum ans Netz gegangen. Ein Besuch beim größten Onlinehändler der Welt. >> der Artikel im TAGESSPIEGEL dazu

Unfangreiche Informationen zu Amazon

... findet ihr auch HIER auf der Homepage des Bundesfachbereiches.

ver.di Kampagnen