Streik bei Adler

Streik bei Adler
Foto/Grafik: Sabine Zimmer

ver.di-Info Dezember 2017

Beschäftigte in der Zentrale proben den Streik
An die Gesundheit der Beschäftigten angepasste Personaleinsatzplanung

Kein Handlungsbedarf! So bewertet ADLER seine Arbeitsorganisation im Modemarkt Ahrensfelde. Die von ADLER durchgeführte Beurteilung möglicher Gesundheitsgefährdungen kommt zum Ergebnis, dass die Arbeit im Modemarkt keinen Stress verursacht, weil alle vom Arbeitgeber festgelegten Maßnahmen umgesetzt sind:

  • Gleichmäßige Verteilung der ungünstigen Arbeitsschichten auf den Personalbestand,
  • Personalreserve für Urlaub, Krankheit, Spitzenzeiten,
  • Aufbau klarer und direkter Informationssysteme sowie Einbeziehung der Beschäftigten ...

Mehr dazu in der unten als Download zur Verfügung stehenden vollständigen ver.di-Info.

Medieninformation vom 8. Dezember

Freitag und Samstag Streik in Adler Modemärkten – Unternehmen hat alle Tarifverträge gekündigt

In 16 Adler Modemärkten in Deutschland wird am Freitag und Samstag ganztägig gestreikt. Betroffen sind unter anderen die Modemärkte in Augsburg, Berlin-Ahrensfelde, Cottbus, Duisburg, Mönchengladbach, Neu Edingen und Salzgitter. Mit den Arbeitsniederlegungen im Weihnachtsgeschäft reagiert die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) auf die monatelange Weigerung des Unternehmens, die regionalen Flächentarifverträge des Einzelhandels anzuerkennen. Die AdlerGeschäftsführung hatte vor einem Jahr alle gültigen Tarifverträge für die Beschäftigten in den rund 150 Modemärkten gekündigt, neben dem Entgelt- und Manteltarifvertrag auch die Tarifverträge für vermögens wirksame Leistungen und zur Altersvorsorge ...

Mehr dazu in der unten als Download zur Verfügung stehenden vollständigen Medieninfo.

Nach Scheitern der Tarif-Verhandlungen

ADLER kündigt Betriebsvereinbarung Arbeitszeiten und vergisst dabei den Arbeits- und Gesundheitsschutz

Nachdem ADLER bereits alle Tarifverträge gekündigt hat wartet das Unternehmen mit dem nächsten Abbau von Sozialstandards auf: Nun wurde auch die Betriebsvereinbarung Arbeitszeiten zum 31.12.2017 gekündigt.
Die Wunschliste des Arbeitgebers spricht eine klare Sprache: ?

  • „Die neue Betriebsvereinbarung soll sich auf alle Modemärkte erstrecken, also sowohl auf die Modemärkte mit Betriebsräte als auch ohne Betriebsräte.“

Damit will ADLER die Wahl von neuen Betriebsräten verhindern. Eine Betriebsvereinbarung Arbeitszeiten für einen Modemarkt kann es aber nur geben, wenn es dort einen Betriebsrat gibt, der die Einhaltung der Regelungen auch kontrollieren kann ...

Mehr dazu in der unten als Download zur Verfügung stehenden vollständigen ver.di-Info.

Erste Verhandlungsrunde am 03. August 2017

ADLER will keine Anerkennung der regionale Flächentarifverträge des Einzelhandels

Die ersten Tarifverhandlungen zur Anerkennung der regionalen Flächentarifverträge des Einzelhandels wurden von ADLER bereits im Vorfeld erschwert ...

Mehr dazu im unten als Download zur Verfügung stehenden vollständigen ver.di-Flyer.

Kein Urlaubsgeld!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

lange und ausgiebig wurde darüber diskutiert und nun ist es soweit. Heute haben wir den 31.05. und spätestens jetzt wird jedem klar sein, dass es dieses Jahr tatsächlich kein Urlaubsgeld gibt. Nun müssen unsere geringfügig Beschäftigten diese Erfahrung ja schon seit Jahresbeginn machen, nur ist es dort bisher vielleicht nicht ganz so konkret aufgefallen, da es ja „nur“ ein Bestandteil von vielen des Stundenlohns ist.

Jetzt haben wir aber eine völlig neue Situation! Wir haben gestern bei uns im Modemarkt mal alles zusammen gerechnet, was bei uns in diesem Jahr zusammengespart wird und es ist eine stolze Summe dabei raus gekommen!

Mit diesen Zahlen und der heutigen Erkenntnis ist bei uns im Markt auch eine völlig neue Grundlage für Diskussionen geschaffen worden, als mit dem einfachen Wort „Urlaubsgeld“.

Nun haben wir auch ausschließlich Teilzeit beschäftigte Mitarbeiter, wo der Wegfall des Urlausgeldes teilweise eine sehr schmerzhafte und bittere Erfahrung ist.

Wir sind uns daher alle einig…..SO NICHT!!!

Jeder einzelne stand in der Vergangenheit immer loyal zu Adler  und wird es trotz der immer größer werden Belastungen weiterhin tun, aber genau das gleiche erwarten wir auch uns gegenüber.

Aus diesem Hintergrund haben wir lange überlegt, was wir tun können um unsere Unzufriedenheit zum Ausdruck zu bringen. Und welcher Tag wäre da besser geeignet als der 31.05. um ein erstes Zeichen zu setzen. Daher haben wir die Initiative ergriffen und unsere Meinung dazu klar und deutlich zum Ausdruck gebracht. Das bringt uns zwar nicht das Urlaubsgeld zurück, aber es zeigt die Entschlossenheit, nicht alles hinnehmen zu wollen.

Und die Motivation für weitere und vor allem auch wirksamere Aktionen wächst bei uns Tag für Tag.

Nun sind wir auch mächtig gespannt, wie es mit der Bildung einer Tarifkommission weiter geht, um zu erfahren, in welche Richtung das ganze weiter laufen wird.  

Es liegt also ein erster spannender Monat vor uns, da ja nun hoffentlich nach langem Abwarten Bewegung in die Sache kommt und wir uns mit unseren Vorderrungen deutlich Gehör verschaffen können!!!

Mit besten und entschlossenen Grüßen
Die Kollegen aus dem Modemarkt Ahrensfelde

Tariftelegramm Adler

Am 5. März durchlitt die Verhandlungskommission die x-te Verhandlungsrunde. Im Ergebnis gibt es weiter keinen Tarifabschluss, obwohl alle seit mehr als einem Jahr darauf warten! Dabei hätte wir es schaffen können, den Tarifkonflikt endlich zu beenden. Aber so schnell geht es mit Herrn Piotrowski als Verhandlungsführer von Adler nicht. Warum - kann er nur selbst beantworten. Die ver.di-Verhandlungskommission ist jedenfalls bis ans Äußerste gegangen. Zu den einzelnen Punkten:

1. Adler hat angeboten, die VerkäuferInnenendstufe Vf erst ab 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2016 auf das Flächentarifniveau NRW anzupassen. Sie wollen also ein weiteres Jahr ohne Anpassungen verstreichen lassen und dann auch nur ganz allmählich beginnen, um zum Schluss einen großen Anpassungsschritt zu machen. Klar, dass das für uns unannehmbar war! Wir haben die Forderung, dass alsbald in 2014 mit dem ersten Anpassungsschritt gestartet wird und dass in 2 Jahren ab sofort das Flächentarifniveau erreicht sein muss. Es geht um insgesamt 133,- €, die bei Vollzeit monatlich am Ende mehr zu zahlen sind. Außerdem müssen die normalen Tariferhöhungen gezahlt werden, das sind z. B. am 1.07.2014 2,1% mehr Geld. Wie viel es in 2015 sein wird, muss im nächsten Jahr noch erkämpft werden ... Mehr >>

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